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HENKEL VORZUEGE, DE0006048432

MÜNCHEN - Fast alle sind betroffen: Süßwarenfabrikanten ebenso wie Möbelbauer, Produzenten von Elektrogeräten, Spielzeug und Plastikschüsseln oder Autobauer.

03.05.2021 - 16:02:30

Materialmangel bremst Industrie aus - und könnte Vieles teurer machen. In 45 Prozent der deutschen Industriebetriebe fehlt es an Teilen oder Materialien, wie eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts ergeben hat. Die Folge: Bänder stehen still, die Erholung von der Corona-Krise wird ausgebremst, und so manches Produkt dürfte teurer werden.

bestätigte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" Engpässe bei Verpackungsmaterial und schloss Preiserhöhungen nicht aus.

Die Automobilindustrie wird von mehreren Seiten getroffen. Fast zwei Drittel ihrer Betriebe berichten in der Ifo-Umfrage von Problemen. Der Chipmangel ist hier schon länger Thema. Zahlreiche Hersteller hatten deswegen in den vergangenen Wochen bereits die Produktion in einzelnen Werken ausgesetzt oder heruntergefahren.

Doch auch der Mangel an Kunststoffprodukten schlägt in der Autoindustrie durch, und einzelne Stahlwerkstoffe sind derzeit ebenfalls schwerer zu beschaffen, wie es vom Verband der Automobilindustrie heißt. Im ersten Halbjahr werde daher die Autoproduktion in Europa etwas niedriger als geplant ausfallen. Zudem klagt die Kautschukindustrie, zu der unter anderem die Reifenhersteller gehören, ebenfalls über Verfügbarkeitsengpässe auf breiter Front.

Weitere laut Ifo besonders stark betroffene Branchen sind die Hersteller von elektrischer Ausrüstung und Computern - hier dürften sich sowohl der Chipmangel als auch fehlende Kunststoffteile für Gehäuse bemerkbar machen. Und auch Holz ist knapp: Mehr als die Hälfte der Produzenten von Möbeln sowie Holz-, Flecht- und Korbwaren berichtet von Materialmangel.

Zum Mangel an Teilen und Material trägt laut Ifo-Forscher Wohlrabe auch die internationale Logistik bei. Dort sei derzeit "Sand im Getriebe". Unter anderem mangle es an Containern. Auch die Blockade des Suezkanals im März mache sich bemerkbar.

Es gibt aber auch Branchen, die kaum betroffen sind: Unter anderem die Hersteller von Getränken, Nahrung und Futtermitteln sowie die Pharmabranche.

@ dpa.de