Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Medien, Finanzierung

MÜNCHEN - Die neue Intendantin des Bayerischen Rundfunks, Katja Wildermuth, will trotz der ausgebliebenen Rundfunkbeitragserhöhung so lange wie möglich Programmeinschnitte vermeiden.

01.02.2021 - 18:03:27

Rundfunkbeitrags-Veto - BR will nicht vorschnell im Programm kürzen. Die 55-Jährige sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich werde versuchen, keine vorschnellen Kürzungen im Programm vorzunehmen." Wildermuth betonte, dass der Sender für die fehlenden Mittel "erstmal in Vorleistung gehen" werde.

Im Dezember blockierte Sachsen-Anhalt gegen alle anderen Bundesländer die Erhöhung des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro auf 18,36 Euro zum 1. Januar dieses Jahres. Der Staatsvertrag konnte nicht in Kraft treten. Der Beitrag ist die Haupteinnahmequelle für ARD, ZDF und Deutschlandradio.

Die Sender klagten vor dem Bundesverfassungsgericht. Im Hauptverfahren gibt es noch keine Entscheidung. Eil-Anträge hatten die Richter im Dezember zurückgewiesen. Damit bleibt es vorerst bei monatlich 17,50 Euro.

Der Bayerische Rundfunk (BR) spart wegen der blockierten 18,36 Euro anders als etwa das Deutschlandradio und der Norddeutsche Rundfunk nicht an Gehaltssteigerungen seiner Mitarbeiter. Ein Sonderkündigungsrecht im Tarifvertrag zu einer Steigerung im April nahm die ARD-Anstalt nicht wahr. Wildermuth sagte dazu: "Das sind wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einfach schuldig, nach allem, was sie im letzten Jahr geleistet haben."

Die 55-Jährige startete am Montag in ihrem neuen Job als BR-Chefin. Beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) war sie bislang als Programmdirektorin am Standort Halle tätig. Sie folgt auf Ulrich Wilhelm (59), der nach zehn Jahren nicht mehr für eine dritte Amtszeit antrat. Wildermuth ist die erste Frau an der Spitze des Bayerischen Rundfunks. Ein Frauennetzwerk im Sender verspricht sich dadurch Impulse.

Wildermuth sagte generell über die viertgrößte ARD-Anstalt: "Perspektivisch müssen wir den BR weiter fit machen für die Zukunft." Grundsätzlich finde sie, dass der BR "wirklich gut dasteht. Die Umstrukturierungen in Richtung Crossmedialität waren richtige Weichenstellungen."

Hierauf legt die neue Intendantin Augenmerk: "Wir müssen modern und schlank in Produktion und auch in den Strukturen sein. Wir brauchen immer wieder Innovativ-Kraft und wir brauchen eine gute Unternehmens-Kultur."

Die Medienmanagerin wünscht sich zudem mehr Dialog mit den Nutzern. "Ich wünsche mir, dass der BR immer mehr zu einem Kommunikationsraum jenseits des Sendens - des klassischen Programmangebots - wird und in den Dialog mit den Leuten geht." Das könnte zum Beispiel durch Einladungen in Redaktionen erfolgen, der Sender müsse auch transparent machen, wie er arbeite.

Auf die Frage, was sie bis Jahresende erreicht haben will, erläuterte Wildermuth: "Ich glaube, dass die erste Phase sehr stark von Zuhören geprägt sein wird. Gut wird sein, wenn ich das Gefühl habe, ich habe die Menschen im BR wirklich kennenlernen können. Wir haben uns wirklich niederschwellig und unkompliziert auf Augenhöhe austauschen können und uns gemeinsam Dinge vorgenommen."

Wildermuth geht auch davon aus, dass sich die Zusammenarbeit von Qualitätsmedien in der Medienbranche verstärken wird. Auch mit Blick auf die Verlage betonte die Intendantin: "Ich glaube, diese Partnerschaft und das Netzwerk aus Qualitätsmedien werden an Bedeutung zunehmen. Und unser gemeinsames Interesse ist, dass die Menschen Fake News und sorgfältig recherchierte Nachrichten zu unterscheiden wissen, weil wir das für unseren demokratischen Diskurs brauchen."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Biden verschärft Kurs gegen Riad - keine Sanktionen gegen Kronprinzen. Im Zusammenhang mit dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 verkündete die Biden-Regierung am Freitag (Ortszeit) Sanktionen, von denen Kronprinz Mohammed bin Salman aber verschont blieb. Kurz zuvor hatte das Büro der US-Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines einen bisher unter Verschluss gehaltenen Bericht zu dem Fall veröffentlicht. Aus ihm geht hervor, dass der Kronprinz die Operation zur Gefangennahme oder Tötung Khashoggis im saudischen Konsulat in Istanbul nach Einschätzung der US-Geheimdienste genehmigt hatte. WASHINGTON - Der neue US-Präsident Joe Biden hat den Kurs gegenüber Saudi-Arabien in einer Abkehr von der Politik seines Vorgängers Donald Trump drastisch verschärft. (Wirtschaft, 27.02.2021 - 08:49) weiterlesen...

Linke prüft Änderung der Eigentümerstruktur beim 'Neuen Deutschland' BERLIN - Die Linkspartei will als Mitgesellschafter eine Veränderung der Eigentümerstruktur der Tageszeitung "Neues Deutschland" (ND) prüfen. (Boerse, 26.02.2021 - 18:52) weiterlesen...

Ministerin will schärferes Gesetz. (nach Debatte durchgehend aktualisiert) Ministerin will schärferes Gesetz (Boerse, 26.02.2021 - 15:30) weiterlesen...

Schaum-Walk beschert Pro-Sieben glänzende Quoten - und Kritik. Die Show sahen am Donnerstagabend 2,42 Millionen Menschen, das ist der zweitbeste Wert der laufenden 16. Staffel. Bei dem Gang über den Laufsteg trugen die Frauen nur hautfarbene Slips und hohe Schuhe, die Brustwarzen waren abgeklebt. Vor dem Loslaufen wurden sie mit Schaum bedeckt. Model Heidi Klum sagte in der Sendung: "Möcht ja gern mal wissen, wer sich da schämt. BERLIN - Ein Laufsteg-Walk mit fast nackten, schaumbedeckten jungen Frauen hat der Castingshow "Germany's Next Topmodel" hohe Einschaltquoten gebracht - aber auch Kritik. (Boerse, 26.02.2021 - 11:48) weiterlesen...

AT&T findet Lösung für DirecTV - Gemeinschaftsunternehmen mit Finanzinvestor. Das US-Videogeschäft mit DirecTV und Teilen des Bezahlfernsehens werde in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Finanzinvestor TPG Capital eingebracht, teilte AT&T am Donnerstag nach US-Börsenschluss in New York mit. Das neue Unternehmen trägt ebenfalls den Namen DirecTV. Nicht enthalten ist das Geschäft in Lateinamerika. Das neue Unternehmen werde dabei mit 16,25 Milliarden US-Dollar (13,3 Mrd Euro) inklusive Schulden bewertet. AT&T soll 70 Prozent halten, TPG den Rest. NEW YORK - Der Telekom- und Medienkonzern AT&T hat eine Lösung für seine schon lange schwächelnde Satelliten-TV-Sparte gefunden. (Boerse, 26.02.2021 - 10:47) weiterlesen...

Bitcoin-Börse Coinbase geht mit schwarzen Zahlen an die Nasdaq. Das in San Francisco ansässige Unternehmen beantragte die Erstnotiz am Donnerstag bei der US-Börsenaufsicht SEC und legte dabei im Wertpapierprospekt auch ihre jüngsten Geschäftszahlen offen. Demnach erreichte der Umsatz 2020 rund 1,3 Milliarden Dollar, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. NEW YORK/SAN FRANCISCO - Die größte US-Handelsplattform für Krypto-Währungen wie Bitcoin, Coinbase, will ihre Aktien an die New Yorker Tech-Börse Nasdaq bringen. (Boerse, 25.02.2021 - 15:48) weiterlesen...