Deutschland, Branchen

MÜNCHEN - Die nach der Finanzkrise gegründete bundeseigene Bad Bank FMS Wertmanagement prüft in Erwartung von Verlusten ihre Selbstauflösung 2025.

10.04.2018 - 14:19:24

Bundeseigene Bad Bank FMS prüft mittelfristige Selbstauflösung. Nach Einschätzung des Vorstands wird die derzeit noch gewinnbringende FMS spätestens Mitte des nächsten Jahrzehnts rote Zahlen schreiben. Der Großteil der aus dem Finanzdesaster um die einstige Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) verbliebenen Papiere hat sehr lange Laufzeiten bis in die zweite Jahrhunderthälfte oder ist an den Märkten nur schwer verkäuflich. Das berichteten FMS-Chef Stephan Winkelmeier und seine Vorstandskollegen am Dienstag in München.

Deswegen prüfen die Abwicklungsbanker die Optionen, wie sie schilderten. Dazu zähle die Auflösung mit Verkauf oder Übertragung des Portfolios an Investoren. "Wir haben vor, nicht hier zu sitzen, bis wir alle Verwesungsgeruch haben", sagte Winkelmeier. 2017 machte die FMS zwar so viel Gewinn wie nie zuvor: 359 Millionen Euro verblieben in der Kasse. Doch eine Wiederholung ist nach Winkelmeiers Worten nicht zu erwarten.

Die 2010 vom Bund gegründete FMS hatte Papiere mit einem Volumen von 175 Milliarden Euro aus der nur mit viel Geld und Mühe verhinderten Pleite der Münchner Skandalbank HRE übernommen. Dabei handelt es sich unter anderem um öffentliche Anleihen sowie Kredite für Infrastrukturprojekte und Gewerbeimmobilien rund um den Globus. Einzige Aufgabe der FMS ist die Abwicklung des HRE-Portfolios, Neugeschäft darf die Abwicklungsbank nicht betreiben.

Inzwischen hat die FMS gut 100 Milliarden des einst auf 175 Milliarden Euro bezifferten HRE-Altlastenbergs abgewickelt. Je kleiner das Portfolio, desto geringer die Erträge - auch wenn die einzelnen Wertpapiere keine Verluste bringen. Doch der Betrieb der Bad Bank kostet viel Geld, was bei stetig schrumpfenden Geschäften früher oder später rote Zahlen bedeutet. "Die Erträge laufen runter, die Kosten lassen sich nicht weiter reduzieren", sagte Winkelmeier.

Zur FMS gehört auch die irische Bank Depfa, einst eine Tochterbank der HRE. Das in Dublin sitzende Geldhaus soll vor dem Austritt Großbritanniens aus der EU sofern möglich noch verkauft werden. Ansonsten wollen Winkelmeier und Kollegen das Portfolio der FMS planmäßig weiter abbauen. Das Kalkül: Je kleiner die Depfa und das verbleibende ehemalige HRE-Portfolio, desto leichter findet sich ein Käufer. Das Ziel: "Den Verlust für die Steuerzahler möglichst gering zu halten", wie Winkelmeier sagte.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Scholz nach Pence-Treffen/Lösung im US-Handelsstreit möglich. "Ich glaube, dass wir alle gemeinsam daran arbeiten, eine gute Lösung zu finden", sagte der Bundesfinanzminister am Donnerstag in Washington nach dem Treffen. WASHINGTON - Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich nach einem Treffen mit US-Vizepräsident Mike Pence zuversichtlich gezeigt, dass die Europäische Union dauerhaft von US-Strafzöllen ausgenommen bleiben könnte. (Wirtschaft, 19.04.2018 - 23:19) weiterlesen...

Keine Mehrheit im Bundestag für Pflicht zur Diesel-Nachrüstung. Selbst die SPD, die wiederholt auf technische Nachrüstungen gepocht hatte, signalisierte am Donnerstagabend Widerstand gegen einen entsprechenden Antrag der Linksfraktion. Eine solche Nachrüstpflicht sei "rechtlich nicht durchsetzbar", erklärte der SPD-Abgeordnete Arno Klare. BERLIN - Die Linke will die Autoindustrie zu Hardware-Nachrüstungen bei Dieselfahrzeugen verpflichten, aber im Bundestag zeichnet sich für diese Forderung keine Mehrheit ab. (Boerse, 19.04.2018 - 22:45) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS 2: Kursgewinne nach Morphosys-Börsengang in New York (Boerse, 19.04.2018 - 22:35) weiterlesen...

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 19.04.2018 Credit Suisse hebt Fraport auf 'Neutral' - Ziel hoch auf 86 Euro (Boerse, 19.04.2018 - 21:31) weiterlesen...

Devisen: Eurokurs gibt etwas nach - Franken im Blick. In New York wurden zuletzt 1,2344 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung gezahlt, die sich davor noch der Marke von 1,24 Dollar genähert hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2382 (Mittwoch: 1,2388) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8076 (0,8072) Euro. NEW YORK - Der Kurs des Euro hat am Donnerstag in den letzten Handelsstunden etwas nachgegeben. (Boerse, 19.04.2018 - 21:20) weiterlesen...

Börse in Frankfurt - DAX: Schlusskurse im Späthandel am 19.04.2018 um 20:30 Uhr Frankfurt/Main - An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im Späthandel am 19.04.2018 um 20:30 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt. (Sonstige, 19.04.2018 - 20:46) weiterlesen...