Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ernährung, Produktion

MÜNCHEN - Die Corona-Krise führt zu Verwerfungen auf dem Milchmarkt.

26.03.2020 - 05:57:38

VIRUS: Corona lässt Milchpreise sinken - Bauern und Molkereien nervös. Während die Molkereien Mühe haben, die stark gestiegene Nachfrage in den Supermärkten zu bedienen, stottert der Export, das Geschäft mit der Gastronomie und gewerblichen Kunden ist weitgehend zum Erliegen gekommen.

"Die Aufträge seitens des Lebensmitteleinzelhandels (im Inland) sind aktuell doppelt so hoch wie in einer "normalen" Woche um diese Zeit", sagte Oliver Bartelt, der Sprecher des Deutschen Milchkontors (DMK) in Bremen, der größten deutschen Molkereigenossenschaft.

Die Kunden kaufen demnach vor allem haltbare Milch und Sahne sowie Butter und Käse. "Alle weiteren Segmente verzeichnen aber ebenfalls deutliche Anstiege - teilweise wird die dreifache Wochenmenge bestellt", sagte Bartelt. Die aktuelle Liefermenge bei DMK liegt demnach derzeit 40 Prozent über Durchschnitt.

Doch die Gastronomie kauft deutschlandweit quasi nichts mehr, und der Verkauf ins Ausland ist derzeit ebenfalls sehr schwierig. "Molkereien mit starkem Exportanteil stehen an den Grenzen, und Spediteure sind deutlich länger unterwegs", sagte Markus Drexler, der Sprecher des Bayerischen Bauernverbands.

Die Molkereien haben zwar genug Milch, aber nicht alle können komplett ausliefern. "Bei Verpackungen gibt's wirklich ein Problem", sagte Seufferlein vom Verband der bayerischen Milcherzeuger. Denn Gastronomie-Großpackungen sind für den Einzelhandel ungeeignet: Fünf- oder Zehn-Liter-Milchtüten würde wohl kaum ein Verbraucher nach Hause schleppen. Große Betriebe wie das Milchkontor wissen sich zu helfen, aber kleineren Molkereien fehlt der Maschinenpark, um die Produktion in kurzer Zeit komplett auf den Einzelhandel zu konzentrieren.

Je nach Kundschaft stehen die Molkereien so vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen. Manche Betriebe können die Nachfrage kaum bedienen. Doch in Molkereien, die einen Großteil ihrer Produktion an Gastronomie und Gewerbe verkaufen, geht die Existenzangst um.

Für die leidgewohnten Milchbauern sind das keine guten Nachrichten. Mit Ausnahme von Obst und Gemüse ist Deutschland ein Nettoexporteur vieler Agrarprodukte, insbesondere von Butter, Käse und Milch. Das bedeutet, dass im Inland mehr produziert als verbraucht wird.

Doch die internationalen Warenströme sind derzeit stark gestört. In China - das auf Lebensmitteleinfuhren dringend angewiesen ist - sind die Lebensmittelpreise innerhalb eines Monats um 20 Prozent gestiegen, wie die Pekinger Statistikbehörde Anfang der Woche mitteilte.

An den internationalen Terminbörsen für Agrarprodukte aber sinken derzeit die Preise, weil Exportware nach Übersee kaum noch verschifft werden kann. Das werden die Landwirte in Deutschland über kurz oder lang zu spüren bekommen: "Was die Milchbäuerinnen und Milchbauern auf sich zukommen sehen, sind massive Preisrückgänge", sagte Hans Foldenauer, der Sprecher des Bunds deutscher Milchviehhalter.

Das Verhältnis zwischen Milchbauern, Molkereien und Einzelhandel ist ohnehin gestört, weil die Bauern am stärksten unter dem Preisdruck leiden. Die Milchviehhalter fordern deshalb eine Begrenzung der Milchproduktion, damit die Preise nicht in den Keller rauschen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

G7-Gipfel in der Schwebe: Trump will auch Putin dabeihaben. Der US-Präsident schlug am Wochenende vor, das Treffen zu verschieben - am besten auf September - und dann auch andere Staaten wie Russland einzuladen. International stieß die Idee auf verhaltene Reaktionen, auch in Moskau. Die Bundesregierung will weitere Erklärungen abwarten. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deutlich gemacht, dass sie wegen der Corona-Krise aktuell nicht bereit sei, zu einem Gipfel nach Washington zu reisen. WASHINGTON/BERLIN - Der alljährliche Gipfel von sieben großen Industrienationen (G7) hängt nach einer neuen Kehrtwendung von Donald Trump sehr in der Schwebe. (Wirtschaft, 01.06.2020 - 21:05) weiterlesen...

Trump und Putin sprechen über G7-Gipfel in den USA. Das teilte der Kreml am Montag in Moskau nach einem Telefonat der beiden Politiker mit. Dabei habe Trump über seine Idee informiert, zu dem Treffen neben Russland auch Südkorea, Australien und Indien einzuladen. Der Kreml hatte zuvor noch "viele Fragen" zu der Initiative des US-Präsidenten gesehen. MOSKAU/WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin über den geplanten G7-Gipfel in erweiterter Runde gesprochen. (Wirtschaft, 01.06.2020 - 19:35) weiterlesen...

Südkoreas Präsident will Trumps Einladung zu G7-Gipfel annehmen. Moon habe sich bei einem Telefongespräch mit Trump am Montag für die Einladung bedankt, teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Er sei bereit, die Einladung anzunehmen. Das Gespräch sei auf Anfrage Trumps zustande gekommen. SEOUL - Der Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für eine Erweiterung des G7-Gipfels um weitere Staaten findet Zuspruch beim südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In. (Wirtschaft, 01.06.2020 - 18:45) weiterlesen...

Verkehrsminister Scheuer fordert Autokaufprämie auch für Verbrenner. Lange vor dem Coronavirus habe man eine Kaufprämie für die alternativen Antriebe vereinbart, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Jetzt kann es nur darum gehen, dass wir weitere Fahrzeuge mit einer Kaufprämie versehen. Auch die modernen Verbrenner." Bei diesen müsse man jetzt "die Halde leer bekommen, damit nachproduziert werden kann", sagte Scheuer. BERLIN - Mögliche Autokaufprämien sollte es nach Ansicht von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auch für Wagen mit Verbrennungsmotor geben. (Boerse, 01.06.2020 - 17:57) weiterlesen...

Marktmacht gegen Geld - Lufthansa-Aufsichtsrat akzeptiert Auflagen (erweiterte Fassung mit Kursreaktion) (Boerse, 01.06.2020 - 17:12) weiterlesen...

Ukraine will internationale Flüge ab Mitte Juni wieder aufnehmen. KIEW - Die Ukraine will die wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Flugverbindungen ins Ausland in zwei Wochen wieder aufnehmen. Der zweitgrößte Flughafen der Hauptstadt Kiew kündigte am Montag an, ab dem 16. Juni wieder Ziele in Deutschland anzufliegen, darunter Berlin, Nürnberg, Hannover und Bremen. Infrastrukturminister Wladislaw Krikli sagte im ukrainischen Fernsehen, der Termin sei allerdings abhängig von der Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Ukraine will internationale Flüge ab Mitte Juni wieder aufnehmen (Boerse, 01.06.2020 - 17:08) weiterlesen...