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MTU Aero Engines AG, DE000A0D9PT0

MÜNCHEN - Die allmähliche Erholung der Luftfahrtbranche in der Corona-Krise stimmt den Triebwerksbauer MTU seinen Gewinn im zweiten Quartal deutlich steigern konnte, legte Vorstandschef Reiner Winkler die Latte für 2021 am Freitag ein wenig höher.

30.07.2021 - 12:22:34

Triebwerksbauer MTU wird für Jahresgewinn etwas optimistischer. Grund ist ein veränderter Geschäftsmix: Während die Nachfrage nach Triebwerken und Ersatzteilen nach Einschätzung des Managements stärker zulegt als bisher gedacht, geben Fluggesellschaften wohl doch nicht ganz so viel Geld für die Wartung von Antrieben aus.

und General Electric an Triebwerken für Flugzeuge von Airbus , Boeing und Embraer mit. Dabei können sich die Münchner glücklich schätzen, stärker mit Airbus im Geschäft zu sein als mit dem US-Konzern Boeing.

So ist Airbus' Mittelstreckenjet-Modellfamilie A320neo trotz der Branchenkrise vergleichsweise stark gefragt. Zwar hat Airbus die Produktion im vergangenen Jahr von 60 auf 40 Maschinen pro Monat gedrosselt, weswegen auch MTU seither weniger Antriebe fertigt. Doch Airbus fährt die Produktion bereits wieder ein Stück hoch. Ab dem Jahr 2023 will der Hersteller pro Monat so viele Jets der A320-Familie bauen wie nie zuvor.

Boeing hingegen kämpft noch immer mit dem Debakel um sein Konkurrenzmodell 737 Max, das nach zwei tödlichen Abstürzen rund 20 Monate lang weltweit nicht mehr abheben durfte. MTU hat mit dem Antrieb dieses Jets nichts am Hut.

Allerdings fertigen die Münchner Teile der Triebwerke für Boeings Großraumflugzeuge 777 und 787 "Dreamliner". Deren Produktion läuft nicht nur wegen der Krise auf besonders niedrigem Niveau: Wegen Qualitätsproblemen kann Boeing auch eine Menge bereits fertiger "Dreamliner"-Jets vorerst nicht an seine Kunden ausliefern. Dadurch müssen auch die Triebwerkshersteller wie MTU auf ihr Geld warten.

Der Münchner Konzern ist bisher ohne ein Verlustquartal durch die Corona-Krise gekommen. Allerdings hat auch der Dax-Konzern Arbeitsplätze abgebaut. Rund 1500 Jobs sollten wegfallen. Der Abbau sei abgeschlossen, sagte Winkler in einer Telefonkonferenz. Doch einige betroffene Mitarbeiter, die Altersteilzeit gewählt hätten, seien noch bis Ende 2021 an Bord.

Unterdessen stellt MTU bereits wieder neue Leute ein: Um das Triebwerk für das neue europäische Luftkampfsystem FCAS zu entwickeln, will Winkler noch in diesem Jahr eine größere Zahl Ingenieure an Bord holen. Ende Juni beschäftigte MTU gut 10 200 Mitarbeiter, rund 100 weniger als Ende vergangenen Jahres.

@ dpa.de