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Siemens Healthineers, DE000SHL1006

MÜNCHEN - Der Technologiekonzern Siemens setzt sich unter seinem neuen Chef Roland Busch mittelfristig ehrgeizigere Ziele.

24.06.2021 - 12:21:02

Siemens will Wachstum beschleunigen. So sollen die vergleichbaren Umsätze in den kommenden drei bis fünf Jahren durchschnittlich um 5 bis 7 Prozent pro Jahr wachsen, teilte das Unternehmen am Donnerstag im Vorfeld seines Kapitalmarkttages in München mit. Zuvor hatte Siemens in dem Zeitraum ein Plus von 4 bis 5 Prozent angepeilt. Der Gewinn soll stärker wachsen als der Umsatz: So soll das Ergebnis je Aktie vor Kaufpreisallokationen - also bereinigt um Auswirkungen von Zukäufen - jährlich im hohen einstelligen Bereich zulegen.

enthalten. Finanzvorstand Thomas bekräftigte dabei, dass sich die Belastungen im Zusammenhang mit Varian in dem Zeitraum auf 300 bis 500 Millionen Euro belaufen dürften.

Die derzeit "günstige Geschäftsentwicklung" des Konzerns setze sich auch im laufenden Quartal fort, erläuterte Busch. So sehe man eine breite Erholung in Schlüsselmärkten wie der Autoindustrie, aber auch im Maschinenbau und der Prozessindustrie. Dabei wächst das Geschäft in China weiter deutlich, aber auch die USA erholten sich.

Siemens hatte 2020 seinen jahrelangen Umbau zum Technologiekonzern mit der Abspaltung des Energiegeschäfts unter dem Namen Siemens Energy weitgehend abgeschlossen. Thomas bekräftigte, die Beteiligung von Siemens Energy weiter reduzieren zu wollen. Inklusive der Aktien, die der Siemens Pensionsfonds an dem Unternehmen hält, liegt die Beteiligung des Konzerns bei unter 50 Prozent. Der Medizintechniker Siemens Healthineers, an dem der Konzern hingegen die Mehrheit hält, bleibe Kerngeschäft.

Von den neuen Zielen sollen auch die Aktionäre profitieren: So legt Siemens ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu drei Milliarden Euro bis 2026 auf. Zudem kündigte der Konzern steigende Dividenden an.

Die Aktie von Siemens verlor zu Handelsbeginn zunächst rund 1,5 Prozent, konnte die Verluste danach jedoch zum Teil wieder aufholen. Am frühen Mittag liegt das Papier noch knapp 0,5 Prozent im Minus und ist damit in einem festen Dax das Schlusslicht.

Sein erster Eindruck entspreche seinen bisherigen Erwartungen, schrieb JPMorgan-Analyst Andreas Willi in einer ersten Reaktion zum Kapitalmarkttag. Das Umsatzziel des Industriekonzerns sei etwas ehrgeiziger, als er erwartet habe. Die angehobenen Ziele für die Sparte Intelligente Infrastruktur sowie für das Zuggeschäft seien zwar positiv, entsprächen aber ebenfalls weitgehend seinen Annahmen.

@ dpa.de