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Siemens Energy, DE000ENER6Y0

MÜNCHEN - Der Technologiekonzern Siemens hebt nach einem Gewinnsprung im dritten Quartal erneut die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 / 21 an.

05.08.2021 - 10:19:27

Siemens wird noch optimistischer - Aktie steigt. Es ist bereits die dritte Erhöhung in diesem Jahr. Dabei profitiert das Unternehmen neben der anhaltenden Erholung der Wirtschaft auch vom Bestellverhalten seiner Kunden: Diese bauen angesichts knapper Bauteile wie Halbleiter sowie langen Lieferzeiten ihre Lagerbestände derzeit auf. Die Aktie gewann am Vormittag bis zu viereinhalb Prozent und führte die Gewinnerliste im Dax an.

sowie dem Geschäft mit intelligenter Infrastruktur. Healthineers hatte Ende vergangener Woche nach glänzenden Geschäften seinerseits die Prognose für das Geschäftsjahr angehoben.

Die Umsätze von Siemens nahmen im Quartal um rund ein Viertel auf 16,1 Milliarden Euro zu. Auch der Auftragseingang stieg stark - um 47 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern wurde mit 1,5 Milliarden Euro fast verdreifacht. Allerdings hatte Siemens im Vorjahr hohe Belastungen im Zusammenhang mit dem inzwischen abgespaltenen Energiegeschäft Siemens Energy verzeichnet. Zudem profitierte Siemens in diesem Quartal auch von der Auflösung einer Steuerrückstellung.

Im Quartal setzte sich die deutliche Erholung von Schlüsselmärkten wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Elektroindustrie sowie Infrastruktur fort. "Ein Teil der großen industriellen Nachfrage resultiert aus einem Aufbau von Lagerstätten und Reserven bei unseren Kunden", erläuterte Busch. Damit federten sie die Risiken ihrer globalen Lieferketten ab. "Das ist übrigens - genau wie bei unseren Kunden - auch für uns eine Herausforderung, etwa bei Halbleitern", so der Manager. Gleichzeitig sehe Siemens höhere Kosten für Rohstoffe, Bauteile und bei der Fracht. Busch geht davon aus, dass dies auch im nächsten Geschäftsjahr anhalten wird.

Der Konzern könne die hohe Nachfrage bedienen. Dabei seien in verschiedenen Bereichen die Fabriken voll ausgelastet. Dies bedeute jedoch auch längere Lieferzeiten. Den Gegenwind steigender Materialkosten habe Siemens bislang durch langfristige Verträge und andere Absicherungsmaßnahmen teilweise ausgleichen können, erklärte Busch. Zudem habe der Konzern Preise erhöht.

@ dpa.de

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