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Safran, FR0000073272

MÜNCHEN - Der Münchner Triebwerksbauer MTU rechnet nach einem eher schwachen Start ins Jahr in den nächsten Quartalen mit deutlich besseren Geschäften.

30.04.2021 - 12:26:27

MTU bleibt trotz Corona auf Gewinnkurs - Einigung bei neuem Kampfjet. "Wir arbeiten auch in der schwersten Krise unserer Branche weiterhin profitabel und sind zuversichtlich, dass wir die Ziele erreichen, die wir uns für das Gesamtjahr gesteckt haben", sagte MTU-Chef Reiner Winkler bei der Vorlage der Quartalszahlen am Freitag in München. Nach dem Geschäftseinbruch im Corona-Jahr 2020 soll es 2021 wieder aufwärts gehen. Und für das europäische Kampfjet-Projekt FCAS will MTU demnächst zusätzliche Ingenieure einstellen.

A320 und deren Neuauflage A320neo, für die MTU als Partnerin der Raytheon-Technologies-Tochter Pratt & Whitney mit verantwortlich zeichnet.

Der Erfolg der A320neo stimmt Winkler zuversichtlich für den Rest des Jahres und darüber hinaus. Denn das Modell ist trotz der schweren Krise der Luftfahrtbranche weiterhin vergleichsweise stark gefragt. Zwar hat Airbus die Produktion im vergangenen Jahr von 60 auf 40 Maschinen pro Monat gedrosselt. Doch bis Ende 2021 soll sie wieder auf monatlich 45 Exemplare steigen. Für 2022 sei ein weiteres Hochfahren der Airbus-Produktion in Sicht, erklärte Winkler. Für MTU wäre es ihm zufolge kein Problem, weitere Steigerungen zu stemmen.

Bereits am Vorabend hatte MTU einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu den Triebwerken für ein neues europäisches Kampfflugzeug gemacht, den sogenannten Next Generation Fighter (NGF), der etwa ab dem Jahr 2040 den Eurofighter ablösen soll. Die Münchner vereinbarten mit dem französischen Safran-Konzern und der spanischen ITP Aero, das Triebwerk gemeinsam herzustellen und zu betreuen.

Dazu gründeten MTU und Safran das Gemeinschaftsunternehmen Eumet. ITP soll Partner werden, die Arbeitsanteile sollen zu je einem Drittel zwischen den Ländern aufgeteilt werden. Der MTU-Vorstand zeigte sich am Freitag zuversichtlich, dass nun auch bald die politischen Weichenstellungen für das Projekt erfolgen. Der NGF ist Teil des künftigen europäischen Luftabwehrsystems FCAS (Future Combat Air System).

Riesige Umsätze kann MTU aus dem Projekt vorerst nicht erwarten. Für 2021 rechnet der Vorstand höchstens mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Entwicklung und Bau des FCAS sind ein Projekt für Jahrzehnte. Während der Konzern wegen der Krise der zivilen Luftfahrt rund 1500 Arbeitsplätze abbaut, will er für den NGF zusätzliche Entwickler einstellen. Es gehe um eine dreistellige Zahl von Ingenieuren, sagte Winkler.

@ dpa.de