BMW, DE0005190003

MÜNCHEN - Der Autobauer BMW könnte auch im kommenden Jahr sein Renditeziel im Kerngeschäft verfehlen.

03.12.2018 - 16:32:24

BMW stellt sich auf weitere Belastungen ein - Margenziel auch 2019 fraglich. "Unser strategischer Renditeanspruch liegt nach wie vor bei 8 bis 10 Prozent", sagte Finanzchef Nicolas Peter am Montag vor Analysten in München. "Ob das 2019 gelingen wird, hängt von vielen Faktoren ab." Die erhöhten Zölle zwischen den USA und China würden den Autobauer 2019 erstmals über das volle Jahr treffen. "Hier rechnen wir einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag an Zusatzbelastung", sagte Peter. Auch Wechselkurse und höhere Rohstoffpreise drückten weiter auf die Gewinne.

BMW hatte bereits nach dem schwachen dritten Quartal davor gewarnt, dass sich die Belastungen beim Ergebnis auch ins kommende Jahr fortsetzen könnten. Im laufenden Jahr wird BMW voraussichtlich zum ersten Mal seit dem Finanzkrisenjahr 2009 das Ziel der operativen Rendite von 8 bis 10 Prozent im Automobilbau nicht erreichen - im September hatte der Dax -Konzern daher die Ergebnisprognose kappen müssen und rechnet aktuell mit mindestens 7 Prozent Ebit-Marge in der Autosparte.

Um die Rendite zu stützen hatte BMW für dieses und das kommende Jahr die nach eigenen Angaben größte Modelloffensive seiner Geschichte angekündigt. "Einige wichtige, margenstarke Produkte laufen erst im Laufe des Jahres hoch." Daher werde sich der Schwung neuer Modelle 2019 noch nicht voll im Ergebnis widerspiegeln, dämpfte Peter die Erwartungen an neue Modelle wie die SUV-Typen X5 und X7.

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