Internet, Software

MÜNCHEN - Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm hat die Ministerpräsidenten dazu aufgefordert, bei der Neuordnung des Telemediengesetzes nicht nur auf Zeitungen und öffentlich-rechtliche Sender zu schauen.

07.02.2018 - 13:51:24

ARD: Telemediengesetz muss auch für Netzbetreiber gelten. Wenn die ARD künftig weniger im Internet anbieten dürfe, diene dies nicht automatisch den Verlagen, sondern Netzbetreibern und Plattformen, sagte Wilhelm am Mittwoch in München zum Abschluss einer Intendantensitzung.

Vodafone, T-Online, Web.de und Google News entwickelten sich immer mehr zu großen Nachrichtenanbietern, die von Kontrollen und Regulierungen kaum betroffen seien. "Es ist sehr wichtig, dass man auch diesen dritten Anbieterkreis mit in den Blick nimmt", sagte der Intendant des Bayerischen Rundfunks, der zu Jahresbeginn den ARD-Vorsitz übernommen hat.

Die Ministerpräsidenten der Länder hatten vor einer Woche eine Entscheidung über die Zukunft von ARD, ZDF und Deutschlandradio im Internet vertagt. Es gibt noch Uneinigkeit über den Umfang des künftigen Textangebots der Sender im Netz. Die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger fordern eine deutliche Einschränkung solcher "presseähnlichen" Angebote.

@ dpa.de

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