Öl, Gas

MÜNCHEN / BERLIN - Heizölkäufer müssen weiter tief in die Tasche greifen, obwohl der Rohölpreis zuletzt gesunken ist.

11.08.2022 - 14:50:59

Heizöl bleibt teuer - Steigende Rohölnachfrage erwartet. Während auch der als Produkt sehr ähnliche Treibstoff Diesel seit Wochen billiger wird, bewegen sich die Heizölpreise kaum, wie aus Zahlen des Portals HeizOel24 hervorgeht. Für den Donnerstag meldete es beim Kauf von 3000 Litern einen Literpreis von 1,51 Euro. Seit etwa einem Monat schwanken die Preise um 1,50 Euro. Geht man zwei Monate zurück, ergibt sich sogar ein Anstieg um einige Cent pro Liter. Ganz anders bei Diesel: Laut ADAC-Daten sank der Preis für den Kraftstoff seit Mitte Juni um rund 14 bis 15 Cent pro Liter.

MÜNCHEN/BERLIN - Heizölkäufer müssen weiter tief in die Tasche greifen, obwohl der Rohölpreis zuletzt gesunken ist. Während auch der als Produkt sehr ähnliche Treibstoff Diesel seit Wochen billiger wird, bewegen sich die Heizölpreise kaum, wie aus Zahlen des Portals HeizOel24 hervorgeht. Für den Donnerstag meldete es beim Kauf von 3000 Litern einen Literpreis von 1,51 Euro. Seit etwa einem Monat schwanken die Preise um 1,50 Euro. Geht man zwei Monate zurück, ergibt sich sogar ein Anstieg um einige Cent pro Liter. Ganz anders bei Diesel: Laut ADAC-Daten sank der Preis für den Kraftstoff seit Mitte Juni um rund 14 bis 15 Cent pro Liter.

Als wichtigster Treiber beim Rückgang des Dieselpreises gilt der gesunkene Ölpreis. Hatte die für Europa wichtige Nordseesorte Brent Anfang und Mitte Juni noch um die 120 Dollar pro Fass (159 Liter) gekostet, lag sie zuletzt unter 100 Dollar. Warum dieser Rückgang beim Heizöl nicht angekommen ist, ist unklar. Eine Möglichkeit wäre eine steigende Nachfrage: Nach Angaben des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie stellen zahlreiche Betriebe aus Angst vor ausbleibenden Gaslieferungen derzeit auf Heizöl um.

Auch die Internationale Energieagentur (IEA) sieht eine Verschiebung von Gas zu Öl. Die im Zuge des Ukraine-Kriegs verursachte Gaskrise mit einem starken Preisanstieg für Erdgas habe dazu geführt, dass Industrieunternehmen und Kraftwerke ihre Anlagen verstärkt mit Öl betreiben, heißt es in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht.

Die IEA hat daher ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Rohöl angehoben. Die Agentur erwartet für das laufende Jahr nun eine Nachfrage von 99,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag. Das sind 380 000 Barrel mehr als in der vorangegangenen Prognose. Für das kommende Jahr erwartet sie dann eine Nachfrage von täglich 101,8 Millionen Barrel. Die höhere Nachfrage nach Rohöl sei vor allem in den Regionen Europa und Naher Osten zu erwarten, heißt es in dem Monatsbericht.

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) nannte am Donnerstag für dieses Jahr nahezu dieselbe Prognosezahl: Sie rechnet mit einer durchschnittlichen täglichen Nachfrage nach Rohöl von 100 Millionen Barrel. Bislang war sie allerdings von minimal mehr ausgegangen.

In Deutschland ist die Nachfrage nach Heizöl in den ersten Monaten nach Kriegsbeginn trotz sehr hoher Heizölpreise nicht drastisch eingebrochen. Die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gemeldeten Zahlen zur Inlandsablieferung liegen für die Monate März bis Mai 2022 im Vergleich zu den Vorjahren zwar eher niedrig, 2021 waren sie allerdings noch niedriger. Werte für Juni und Juli liegen noch nicht vor.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Monopolkommission: Uniper-Verstaatlichung keine langfristige Lösung. Angesichts der allgemeinen Lage sei die Verstaatlichung zwar "politisch nachvollziehbar", sagte der Vorsitzende der Monopolkommission, Jürgen Kühling, der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe). Doch er warnte davor, dass der Schritt keine langfristige Lösung sein dürfe. "Wir müssen dann wieder zurück zum Wettbewerb kommen. BERLIN - Ein Beratergremium der Bundesregierung sieht in der geplanten Verstaatlichung des Gasimporteurs Uniper auf Dauer eine Gefahr für den Wettbewerb. (Boerse, 23.09.2022 - 20:20) weiterlesen...

AKTIEN IM FOKUS: Ölwerte mit heftigem Kursrutsch nach Europa auch in den USA. In Europa erwischte es Werte wie etwa Shell mit einem Kurseinbruch um 8,2 Prozent besonders negativ auf. ExxonMobil waren mit minus 5,1 Prozent auch ein großer Verlierer. NEW YORK - Die Sorge vor einer Rezession mit einer gedämpften Ölnachfrage hat am Freitag die Ölbranche heftig belastet. (Boerse, 23.09.2022 - 19:45) weiterlesen...

Erste Schweißnaht an Pipeline für geplantes Flüssiggas-Terminal. "Mit dem Baustart der Anbindungsleitung zum Schleswig-Holstein Netz kommen wir unserem Ziel, die Versorgungssicherheit über die kommenden Winter sicherzustellen, ein bedeutendes Stück näher", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Stefan Wenzel (Grüne). Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) betonte, für die Versorgungssicherheit in den kommenden zwei Wintern spiele das Terminal eine entscheidende Rolle. BRUNSBÜTTEL - Der Bau einer Pipeline zur Anbindung eines geplanten schwimmenden Flüssiggas-Terminals hat am Freitag im Hafen von Brunsbüttel begonnen. (Boerse, 23.09.2022 - 18:00) weiterlesen...

Projekt zur Anlandung von LNG in Lubmin holt Macquarie als Investor ins Boot. Die Deutsche Regas als Entwickler des Projekts teilte am Freitag mit, dass sich der Investor im Rahmen einer ersten Minderheitsbeteiligung einbringe. Ein von Macquarie Capital gegründetes Unternehmen solle außerdem technisch und betrieblich unterstützen. LUBMIN - Ein Projekt zur Anlandung von Flüssigerdgas (LNG) im vorpommerschen Lubmin erhält Unterstützung vom Investor Macquarie Capital. (Boerse, 23.09.2022 - 17:50) weiterlesen...

Scholz bekräftigt: Werden durch diesen Winter kommen - Lob für IG BCE. Mit dem Ausweichen auf alternative Gas-Lieferquellen und dem begonnenen Bau von LNG-Terminals, aber auch durch weiter laufende Kohlekraftwerke und die Atomreserve seien die Voraussetzungen geschaffen, sagte er am Freitag bei einer Feier zum 25-jährigen Bestehen der Gewerkschaft IG BCE in Hannover. "Alles das hat dazu beigetragen, dass wir jetzt sagen können: Wir werden durch diesen Winter kommen. HANNOVER/BERLIN - Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält die Energieversorgung Deutschlands über den Winter aus derzeitiger Perspektive für gesichert. (Boerse, 23.09.2022 - 16:40) weiterlesen...

Preis für Opec-Öl gefallen. Wie das Opec-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 95,51 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 0,80 Dollar weniger als am Vortag. Die Opec berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells. WIEN - Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist gefallen. (Boerse, 23.09.2022 - 12:57) weiterlesen...