Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Medizintechnik

MÜNCHEN / BERLIN - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz begrüßt die Pläne der bayerischen Staatsregierung für vorbeugende Corona-Tests.

29.06.2020 - 05:41:26

Patientenschützer begrüßen Bayerns Pläne für mehr Corona-Tests. "Diese Tests sind sinnvoll, weil wir kein anderes Instrument haben, zügig und schnell eine Infektionskette zu erkennen", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. "Mit vorbeugenden Tests haben wir die Möglichkeit, Gefahrenlagen festzustellen." Tests könnten aber nicht die Abstandsregeln und den Mund-Nasen-Schutz ersetzen, betonte er.

Bayern will als erstes Bundesland Corona-Tests für alle einführen - auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte am Sonntag eine "Corona-Testoffensive" an. Die Kosten will der Freistaat übernehmen, soweit sie nicht etwa von der Krankenkasse getragen werden. Die Mitwirkung der Hausärzte sei freiwillig, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Bei den Tests handelt es sich um sogenannte PCR-Tests.

Brysch befürchtet, die Hausärzte könnten damit überfordert sein. Vor allem massenhafte Tests in Pflege- und Behindertenheimen, die besonders wichtig seien, könnten sie nicht leisten. "Da müssen wir mobile Teams auf den Weg bringen. Gerade dort, wo das Infektionsgeschehen auf eine Hochrisikogruppe trifft, darf es keine Diskussionen geben."

Er kritisierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU): "Ich wundere mich schon, dass der Gesundheitsminister so auf die Bremse drückt." Er könne Bayern verstehen, die Tests dann im Alleingang ausweiten zu wollen, sagte Brysch. Er forderte dennoch bundesweite Konzepte. "Es geht alles drunter und drüber, jedes Bundesland macht, was es will. Das ist für mich und auch für viele Patienten außerordentlich unbefriedigend."

Spahn hatte zurückhaltend auf Bayerns Pläne reagiert. "Umfangreiches Testen ist sinnvoll, insbesondere um regionale Ausbrüche schnell einzudämmen. Dazu haben wir das Testkonzept des Bundes bereits vor Wochen angepasst", hatte Spahn der dpa gesagt. Zusätzliche Testangebote durch die Länder könnten das ergänzen. "Allerdings ist ein Test immer nur eine Momentaufnahme. Er darf nicht in falscher Sicherheit wiegen."

Bayern ist das erste Bundesland, das Tests für alle vorsieht. Hamburg und Sachsen-Anhalt kündigten bereits an, dem Beispiel nicht folgen zu wollen. Das Robert Koch-Institut halte ungezielte Testungen nicht für sinnvoll, teilte ein Hamburger Senatssprecher dazu mit.

Der SPD-Fraktionschef in Nordrhein-Westfalen, Thomas Kutschaty, sagte hingegen auf die Frage, ob der bayerische Vorstoß auch für NRW sinnvoll wäre der "Rheinischen Post": "Wir brauchen endlich eine nationale Teststrategie. Das wäre wirklich verantwortungsvoll im Gegensatz zum coronapolitischen Blindflug der Landesregierung." Die Bayern hätten dies bereits verstanden. Dann werde es bald wohl auch bei Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ankommen.

In Berlin können sich ab Montag indes Beschäftigte in Kitas auch ohne Symptome auf das Coronavirus testen lassen, wie Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Sonntag im "Tagesspiegel" ankündigte. Er sagte, das Angebot "voraussichtlich in der zweiten Juli-Hälfte" auch für alle Beschäftigten von Schulen zu öffnen. Mit Blick auf Bayern sagte Müller: "Es ist richtig, mehr Testmöglichkeiten anzubieten."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Regierung dringt auf EU-Sanktionen wegen Hacker-Angriff auf Bundestag. Die Entscheidung darüber steht allerdings noch aus. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Es wäre das erste Mal, dass das 2017 beschlossene EU-Cybersanktionsregime zur Anwendung kommt. BERLIN - Die Bundesregierung hat den EU-Mitgliedstaaten Anfang Juni vorgeschlagen, wegen des massiven Hacker-Angriffs auf den Bundestag vor fünf Jahren gemeinsam Sanktionen zu verhängen. (Wirtschaft, 12.07.2020 - 09:21) weiterlesen...

Polen entscheiden in Stichwahl über neuen Präsidenten. Nach Umfragen wird es ein enges Rennen zwischen Amtsinhaber Andrzej Duda und seinem Herausforderer, dem Warschauer Oberbürgermeister Rafal Trzaskowski. Duda wird von der nationalkonservativen Regierungspartei PiS unterstützt, Trzaskowski geht für die liberalkonservative Bürgerkoalition (KO) an den Start. Im ersten Wahlgang hatte Duda in Führung gelegen, aber nicht die nötige absolute Mehrheit erreicht. WARSCHAU - In einer Stichwahl bestimmen die Polen am Sonntag ein neues Staatsoberhaupt. (Wirtschaft, 12.07.2020 - 09:17) weiterlesen...

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident trifft neue französische Regierung. Nach Angaben der Düsseldorfer Staatskanzlei ist er der erste deutsche Politiker, der Vertreter der neuen Regierung von Premierminister Jean Castex trifft. Laschet ist Kultur- und Bildungsbevollmächtigter der Bundesrepublik für die Beziehungen zu Frankreich. DÜSSELDORF - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird an diesem Montag als Frankreich-Bevollmächtigter der Bundesrepublik zum Antrittsbesuch ins Nachbarland reisen. (Wirtschaft, 12.07.2020 - 09:12) weiterlesen...

Trump trägt Maske bei Besuch von Militärkrankenhaus. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Trump am Freitagabend (Ortszeit) im Walter-Reed-Krankenhaus in Bethesda bei Washington eine blaue Schutzmaske mit dem Siegel des Präsidenten trug. Nach Angaben des Weißen Hauses wollte Trump in dem Krankenhaus verwundete Soldaten und deren Angehörige treffen. Er wollte zudem mit medizinischem Personal zusammenkommen, dass sich in der Corona-Krise um Erkrankte kümmert. BETHESDA - US-Präsident Donald Trump lehnt Masken in der Corona-Krise für sich selber eigentlich ab - nun hat er bei einem Besuch in einem Militärkrankenhaus einen Mund-Nasen-Schutz getragen. (Boerse, 12.07.2020 - 09:11) weiterlesen...

Corona-Quarantäne: Kritik an Tönnies-Antrag auf Lohnkostenerstattung. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) kritisierte die Signalwirkung, die eine solche Forderung mit sich bringe. "Ich habe dafür wenig Verständnis", sagte sie der "Bild am Sonntag". Durch die Vorfälle sei eine ganze Region in Mitleidenschaft gezogen worden. BERLIN - Die Anträge des Schlachtbetriebs Tönnies auf Erstattung von Lohnkosten für die Zeit der Corona-Quarantäne stoßen weiter auf Kritik. (Boerse, 12.07.2020 - 09:05) weiterlesen...

Linke: In mehreren Berufen besonders viele Hartz-IV-Aufstocker. "Betroffen sind auch ausgerechnet diejenigen, die eben noch als Helden des Alltags gefeiert wurden", sagte Linke-Arbeitsmarktexpertin Sabine Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur etwa mit Blick auf Beschäftigte im Einzelhandel oder Reinigungskräfte und die Corona-Krise. Insgesamt sei es nicht hinnehmbar, dass rund eine Million Menschen in Deutschland ihr niedriges Einkommen mit Hartz IV aufstocken müssten. BERLIN - Die Linke im Bundestag kritisiert, dass in mehreren Berufen besonders viele Beschäftigte Löhne mit Hartz-IV-Leistungen aufstocken müssen. (Wirtschaft, 12.07.2020 - 09:04) weiterlesen...