Siemens Energy, DE000ENER6Y0

MÜNCHEN - Beim Energietechnikkonzern Siemens Energy stehen die Zeichen auf Umbau.

24.05.2022 - 12:35:27

Neue Struktur soll Siemens Energy schneller und flexibler machen. Der aktuell mit Verlusten kämpfende MDax -Konzern will sich mit einer neuen Struktur und weniger Hierarchieebenen fit machen, um in Zukunft wieder Gewinne erzielen zu können. "Wir arbeiten in einem Umfeld, das sich stark verändert und wollen profitabel wachsen", sagte Firmenchef Christian Bruch am Dienstag auf dem Kapitalmarkttag des Unternehmens in München.

kämpft seit einiger Zeit mit Problemen und schreibt rote Zahlen. Insbesondere das Geschäft an Land läuft nicht rund. Die Spanier hatten der Mutter Energy viermal in Folge das Quartalsergebnis verhagelt, weshalb der MDax-Konzern für das laufende Geschäftsjahr erneut mit einem hohen Verlust rechnet.

Durch die Integration des spanischen Unternehmens schafft Siemens Energy nach den Worten Bruchs nunmehr Wert für Investoren. "Indem wir beide Unternehmen zusammenbringen, können wir viele Dinge besser und schneller machen", bekräftigte der Manager. "Ich bin überzeugt, Wind wird ein profitables Geschäft."

Bereits zu Wochenbeginn hatte Bruch sich ausführlich zur Logik hinter der geplanten Übernahme geäußert. Allein in Zahlen verspricht sich der Vorstand Kostensynergien von jährlich schätzungsweise bis zu 300 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren nach der vollen Integration, die unter anderem durch Verbesserungen in der Projektabwicklung und der Logistik erreicht werden sollen. Als Umsatzsynergien wird durch die Einbindung von Gamesa bis zum Ende des Jahrzehnts ein mittlerer dreistelliger Millionen-Euro-Betrag angepeilt.

Die Münchener bemühen sich schon länger, die Lage bei Gamesa in den Griff zu bekommen. So wechselte unter anderem der frühere Energy-Manager Jochen Eickholt nach Spanien, er führt die Windkrafttochter seit Anfang März.

@ dpa.de