Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Einzelhandel, Produktion

MÜLHEIM / RUHR - Die Ausbildungsvergütungen im Lebensmittelhandel geraten angesichts niedriger Bewerberzahlen in Bewegung.

01.12.2019 - 14:18:36

Ausbildungsvergütungen im Lebensmittelhandel geraten in Bewegung. Nach Lidl hat auch Aldi Süd angekündigt, die Auszubildenden künftig besser zu bezahlen. Vom kommenden Sommer an sollen die Nachwuchskräfte bei dem Discounter im ersten Ausbildungsjahr 1000 Euro, im zweiten Jahr 1100 Euro und im dritten 1250 Euro erhalten. Das sind jeweils 50 Euro mehr im Monat. "Damit schaffen wir wieder Chancengleichheit am Markt", begründete eine Unternehmenssprecherin den Schritt.

Aldi Süd folgt dem Vorbild des Rivalen Lidl und des Großflächen-Discounters Kaufland, die bereits im Oktober angekündigt hatten, die Ausbildungsvergütung auf dieses Niveau zu erhöhen. Hintergrund ist eine wachsende Personalknappheit im Einzelhandel. Einer Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI zufolge sind bei den 50 größten Handelsunternehmen knapp 50 000 offene Stellen ausgeschrieben.

Aldi Süd betonte, es sei heute grundsätzlich eine Herausforderung, Nachwuchskräfte zu finden. Im Einzelhandel werde dieses Problem durch die wenig attraktiven Arbeitszeiten noch verschärft.

Einer der Gründe für das Fehlen von Mitarbeitern ist laut einem Bericht der "Lebensmittel Zeitung" die schlechte Bezahlung in der Branche. "Die Einkommen im Einzelhandel gehören zu den geringsten im Branchenvergleich", zitierte das Fachblatt den Geschäftsführer der Vergütungsdatenbank Compensation Partner, Tim Böger.

Bei einigen Discountern scheint deshalb ein Umdenken begonnen zu haben. Der Lidl-Geschäftsleiter Personal, Jens Urich, begründete Lidls Vorpreschen im Oktober: "Arbeit muss sich wieder lohnen, und zwar von Anfang an." Die Geschäftsleiterin Personal bei Kaufland Deutschland, Evelyn Opel, sagte damals: "Faire Vergütung ist ein Zeichen von Wertschätzung." Bereits im März hatte Lidl den Mindesteinstiegslohn für seine Mitarbeiter auf 12,50 Euro pro Stunde angehoben.

Auch Aldi Nord zeigte sich dem Thema gegenüber nicht grundsätzlich verschlossen. "Selbstverständlich beobachten wir, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung, das Thema Ausbildungsvergütung sehr genau und prüfen kontinuierlich mögliche Anpassungen", hieß es dort.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Finanzministerium: Belegpflicht tritt zum 1. Januar in Kraft. BERLIN - Ungeachtet von Kritik von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) müssen sich die Händler auf die Bonpflicht von Anfang kommenden Jahres an einstellen. "Es bleibt (...) dabei, dass zum 1. Januar diese Belegpflicht in Kraft treten wird", sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Montag in Berlin. Der Handel habe mehr als drei Jahre Zeit gehabt, sich vorzubereiten. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte: "Dieses Gesetz hat seine Berechtigung." Finanzministerium: Belegpflicht tritt zum 1. Januar in Kraft (Boerse, 16.12.2019 - 13:16) weiterlesen...

Carsharing: Die größten Städte holen auf. München, Hamburg und Berlin haben in einem Ranking pro Einwohner des Bundesverbands Carsharing deutliche Sprünge nach vorne gemacht und belegen nun die Plätze zwei bis vier. Den Spitzenplatz in der Rangliste verteidigt Karlsruhe, wie der Verband am Montag mitteilte. Hier kommen auf 1000 Einwohner 3,23 Autos, in München sind es 2,13, in Hamburg 1,61 und in Berlin 1,60. BERLIN - Carsharing boomt insbesondere in den größten deutschen Städten. (Boerse, 16.12.2019 - 13:14) weiterlesen...

Großhandelsverband BGA: Auf Konjunkturprogramme verzichten. Zwar fehle es aktuell zweifelsohne an Schwung in der deutschen Wirtschaft, teilte der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) am Montag in Berlin mit. Allerdings: "Die Ursachen sind vielfältig und lassen sich daher nicht mit Strohfeuerprogrammen beheben." Investitionsbremse Nummer Eins sei nicht das fehlende Geld, sondern lange Planungs- und Genehmigungszeiträume sowie Kapazitätsengpässe. BERLIN - Der Großhandelsverband BGA hat die Politik aufgefordert, auf Konjunkturprogramme zu verzichten. (Boerse, 16.12.2019 - 11:58) weiterlesen...

Modehändler H&M wächst zum Jahresende kräftig. Im Zeitraum von September bis November stiegen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent auf 61,7 Milliarden schwedische Kronen (rund 5,9 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Montag in Stockholm bei der Vorlage vorläufiger Zahlen mitteilte. Damit lag H&M im Rahmen der Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 62 Milliarden Kronen gerechnet hatten. Währungsbereinigt wäre der Umsatz um 5 Prozent gestiegen. STOCKHOLM - Der schwedische Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) hat im vierten Geschäftsquartal beim Umsatz erneut zugelegt. (Boerse, 16.12.2019 - 08:57) weiterlesen...

CECONOMY IM FOKUS: Schlingerkurs in Düsseldorf. Mehrere Führungswechsel und eine unklare Strategie belasten die Entwicklung des SDax-Unternehmens. Bei der Trennung von der ehemaligen Mutter Metro hatte der Konzern hohe Erwartungen geschürt und glänzende Wachstumsperspektiven in Aussicht gestellt. Eingetreten ist davon nichts - im Gegenteil. Ein Hindernis liegt in der Struktur von Ceconomy selbst. Bei der am Dienstag (17.12.) stattfindenden Bilanzpressekonferenz wird der aus dem Aufsichtsrat entsandte neue Chef Bernhard Düttmann Zeugnis ablegen. Was bei dem Unternehmen los ist, was Analysten sagen und was der Aktienkurs macht. DÜSSELDORF - Der Unterhaltungselektronik-Konzern Ceconomy ist angeschlagen. (Boerse, 16.12.2019 - 08:33) weiterlesen...

Amazon-Mitarbeiter in Bad Hersfeld streiken erneut. "Aktuell streiken 250 Mitarbeiter der Frühschicht", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. Sie rechne mit einer Streikbeteiligung von 500 Mitarbeitern im Laufe des ganzen Tages. Laut Amazon wurde auch für die Standorte Leipzig und Koblenz zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Amazon-Kunden werden nach Angaben des Unternehmens davon nichts spüren. "Die Pakete kommen pünktlich an, denn der Großteil der Mitarbeiter kümmert sich ganz normal um Kundenbestellungen", sagte ein Amazon-Sprecher. BAD HERSFELD - Rund zwei Wochen nach einem Streik haben Amazon -Mitarbeiter in Bad Hersfeld am Montag erneut die Arbeit niedergelegt. (Boerse, 16.12.2019 - 08:30) weiterlesen...