Lebensmittelhandel, Pharmahandel

MÜHLHEIM / RUHR - Vier Tage nach dem Verschwinden des Tengelmann-Chefs Karl-Erivan Haub am Matterhorn läuft die Suche nach dem Unternehmer trotz sinkender Überlebenschancen weiter auf Hochtouren.

11.04.2018 - 12:51:24

Suche nach Tengelmann-Chef Haub bislang ergebnislos. Alle verfügbaren Kräfte seien im Einsatz, hieß es am Mittwoch bei der für die Bergrettung zuständigen Air Zerrmatt. Allerdings erschwerten Neuschnee und schlechte Sicht die Suche.

Haub wollte nach den bisherigen Erkenntnissen am Samstag eine Skitour unternehmen und war mit einer Seilbahn zum Klein Matterhorn gefahren. Die Bergstation liegt auf 3820 Metern. Von dort aus gibt es Abfahrten Richtung Zermatt und Italien. Dort verlor sich seine Spur.

Der 58-Jährige ist einer der reichsten Deutschen. Das Vermögen der Unternehmerfamilie wurde zuletzt vom "Manager-Magazin" auf rund 4,2 Milliarden Euro geschätzt. Haub steht seit Ende der 1990-er Jahr an der Spitze des Familienunternehmens, zu dem unter anderem Deutschlands größter Textil-Discounter Kik und die Baumarktkette Obi gehören. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde er vor allem durch den Streit um den Verkauf der Kaiser's-Tengelmann-Supermärkte an den Rivalen Edeka. Damals lieferte sich Haub einen erbitterten Schlagabtausch mit dem Rewe-Chef Alain Caparros, der den Verkauf lange Zeit zu verhindern suchte.

Nach Angaben der Kantonspolizei suchen Spezialisten seit Tagen nach dem vermissten Unternehmer. Es habe zahlreiche Überflüge mit Hubschraubern in der Bergregion rund um das Matterhorn gegeben, Bergungsspezialisten hätten sich auch in Gletscherspalten abgeseilt, sagte ein Mitarbeiter der Polizeistation in Zermatt. "Das Gelände ist sehr schwierig, hochalpin und sehr zerklüftet", sagte er. Zudem habe es am Dienstag in dem Gebiet geschneit, was die Suche erschwert habe.

Neuschnee und schlechte Sicht machten die Suche zu einem schwierigen Unterfangen, sie werde jedoch nicht abgebrochen, sagte auch der Sprecher der italienischen Bergrettung, Walter Milan. "Die Suche ist sehr schwierig, das Gebiet ist sehr groß und die Spuren sind verwischt", berichtete Milan. Auch gebe es viele Gletscherspalten. Ein Hubschrauber könne derzeit leider nicht eingesetzt werden. Man hoffe auf ein Schönwetter-Fenster am Freitag. "Es kann ein Wunder geschehen, aber das Wetter hilft nicht."

Haub war nach den Erkenntnissen der italienischen Bergrettung allein unterwegs. Ein Problem sei auch, dass Lawinenpiepser - die viele Tourengeher mit sich tragen und die bei der Suche nach Verschütteten helfen - nur eine begrenzte Zeit Signale sendeten. Der Unternehmer ist als begeisterter Sportler bekannt, der das Bergsteigen ebenso liebte wie Skitouren und Marathonläufe.

Nach Informationen der Schweizer Zeitung "Blick" hatte seine Familie die Polizei alarmiert, als Haub nicht zu einer Verabredung in einem Hotel in Zermatt erschienen war. Samstagabend habe sein Handy das letzte Signal abgegeben, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Haubs Familie habe sich bereiterklärt, mit einer großen Summe die Suche zu finanzieren.

Die Kantonspolizei Wallis wollte am Mittwoch um 16.00 Uhr in Zermatt über den Stand der Suchaktion informieren.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Außenhandelspräsident warnt EU vor Vergeltungsmaßnahmen. "Selbst wenn die Ausnahme von den Strafzöllen für EU-Unternehmen keinen Bestand haben sollte, warnen wir davor, mit EU-Ausgleichszöllen dagegen zu halten", sagte Bingmann der "Rheinischen Post" (Freitag). Bis dato unbeteiligte Unternehmen könnten in Mitleidenschaft gezogen werden, sagte der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels. BERLIN/BRÜSSEL - Im Handelsstreit mit den USA hat Außenhandelspräsident Holger Bingmann die EU vor eigenen Vergeltungsmaßnahmen gewarnt. (Wirtschaft, 27.04.2018 - 05:07) weiterlesen...

DGB ruft Merkel zur Entschärfung des Handelskonflikts auf. "Denn bei einem Handelskonflikt gibt es keine Gewinner", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell dem Wirtschaftsnachrichtenportal "Business Insider". BERLIN - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu aufgerufen, den Handelsstreit mit den USA auf dem Verhandlungsweg zu entschärfen. (Wirtschaft, 27.04.2018 - 05:07) weiterlesen...

Amazon erfreut Anleger mit starken Zahlen. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 51 Milliarden Dollar (42 Mrd Euro), wie der Online-Riese am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Seattle mitteilte. Der Überschuss kletterte von 724 Millionen auf 1,6 Milliarden Dollar. Damit knackte der Konzern im zweiten aufeinanderfolgenden Quartal die Milliardenmarke, was zuvor noch nie gelungen war. SEATTLE - Der boomende Internethandel und florierende Cloud-Dienste haben Amazons Geschäft zu Jahresbeginn beflügelt. (Boerse, 26.04.2018 - 22:31) weiterlesen...

Brüssel will von Amazon und Co mehr Fairness für europäische Firmen. Die Plattformen sollen unter anderem transparenter machen, nach welchen Kriterien Angebote bei einer Online-Suche auf den ersten Plätzen auftauchen. Die Pläne stellte die für Digitales zuständige Kommissarin Mariya Gabriel am Donnerstag in Brüssel vor. BRÜSSEL - Die EU-Kommission will große Onlinemarktplätze und Suchmaschinen wie Amazon , Google oder Ebay mit neuen Vorschriften zu faireren Bedingungen für europäische Anbieter zwingen. (Boerse, 26.04.2018 - 15:30) weiterlesen...

Möbelkette Poco will unter neuem Eigentümer Wachstumskurs fortsetzen. Geplant sei die Eröffnung von drei weiteren Warenhäusern in Deutschland noch in diesem Jahr, so dass die Zahl der Märkte insgesamt auf 126 steigen werde, teilte eine Poco-Sprecherin am Donnerstag mit. Die XXXLutz-Gruppe hatte sich zuvor mit dem Handelskonzern Steinhoff über die Übernahme der Anteile an Poco geeinigt. Ein Personalabbau unter den rund 8500 Beschäftigten sei nicht geplant, hieß es. WIEN/BERGKAMEN - Nach der Übernahme durch den österreichischen Möbelhändler XXXLutz will die deutsche Möbelkette Poco Ihren Wachstumskurs fortsetzen. (Boerse, 26.04.2018 - 13:39) weiterlesen...

BDI: Merkel muss im Handelsstreit Druck auf Trump machen. "Bundeskanzlerin Merkel sollte US-Präsident Trump auffordern, vollständig von den Importbeschränkungen auf Stahl und Aluminium abzusehen", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. BERLIN - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) muss aus Sicht der deutschen Wirtschaft bei ihrem Treffen mit US-Präsident Donald Trump deutliche Worte gegen Strafzölle und Handelsbeschränkungen finden. (Wirtschaft, 26.04.2018 - 10:35) weiterlesen...