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Regierungen, Medizintechnik

MOSKAU - Nach mehr als einem Jahr hat Russlands Hauptstadt Moskau die als Corona-Schutzmaßnahme eingeführte Handschuh-Pflicht im öffentlichen Raum aufgehoben.

30.07.2021 - 15:30:30

Corona-Maßnahme gelockert: Moskau schafft Handschuh-Pflicht ab. Unter anderem Busse, Bahnen und Geschäfte dürfen künftig wieder ohne Handbedeckung betreten werden, wie Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am Freitag mitteilte. Ein Mund-Nasen-Schutz müsse aber weiterhin getragen werden. Die Handschuh-Pflicht war in Europas größter Metropole im Mai vergangenen Jahres eingeführt worden, vielerorts wurde sie allerdings nicht konsequent umgesetzt.

Die Behörden der Stadt verzeichneten zuletzt knapp 3500 Neuinfektionen und 76 Corona-Tote binnen eines Tages. Sobjanin sprach von einer "deutlich verbesserten" Lage: Moskau mit seinen geschätzt 15 Millionen Einwohnern hatte wegen der massiven Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante in den vergangenen Wochen teils mehr als 9000 neue Fälle pro Tag gemeldet. Weil viele Menschen mit einer Impfung zögerten, hat Russlands Hauptstadt außerdem eine Impfpflicht für Angestellte zahlreicher Berufsgruppen verhängt.

Für ganz Russland wurden am Freitag mehr als 23 500 Neuinfektionen und 794 Todesfälle gemeldet. Im flächenmäßig größten Land der Welt sind jüngsten Angaben zufolge rund 15 Prozent der 146 Millionen Einwohner vollständig geimpft.

@ dpa.de

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