Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Alphabet C-Aktie, US02079K1079

MOSKAU / BERLIN - Die Sperrung von Video-Kanälen des russischen Staatssenders RT durch das US-Unternehmen Youtube werden zu einer neuen Belastungsprobe der ohnehin schon angeschlagenen deutsch-russischen Beziehungen.

29.09.2021 - 16:20:31

Russland droht Youtube wegen Sperrung von Video-Kanälen mit Blockade. Das Außenministerium in Moskau drohte am Mittwoch mit Konsequenzen für in Russland arbeitende deutsche Medien. Die Bundesregierung stellte klar, dass sie nichts mit der Sperrung der Videokanäle zu tun habe und das eine Entscheidung des US-Unternehmens gewesen sei.

ausgeübt und etwa die Protestwahl-App des Kremlgegners Alexej Nawalny kurz vor der Wahl aus ihren russischen Stores gelöscht. Der Oppositionelle warf den Verantwortlichen in den Konzernen daraufhin vor, sie hätten sich zu Handlangern von Präsident Wladimir Putin gemacht.

Die Chefredakteurin brachte auch ins Spiel, dass nun gegen deutsche Medien in Russland vorgegangen werden sollte. Sie forderte ein Verbot der Deutschen Welle in Russland. Zudem sollten die Büros der öffentlich-rechtlichen Sender von ARD und ZDF geschlossen werden.

Das Außenministerium in Moskau sprach von einem "beispiellosen Informationsangriff" und drohte mit Gegenmaßnahmen gegen deutsche Journalisten in Russland, ohne aber konkret zu werden. Solche Schritte seien nicht nur angemessen, sie seien auch notwendig.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) forderte, es müsse sichergestellt werden, dass deutsche Medien weiterhin frei aus Russland berichten könnten.

Ein Sprecher der Deutschen Welle teilte der dpa mit: "Warum hier deutsche Medien ins Spiel gebracht werden, kann ich nicht nachvollziehen. Es geht doch eigentlich um einen Vorgang zwischen einem russischen Medium und einer amerikanischen Internetplattform."

Regierungssprecher Steffen Seibert stellte in Berlin klar: "Es ist keine Entscheidung der Bundesregierung." Er ergänzte: "Weil es da anderslautende Erzählungen gerade auf russischen Kanälen gibt, will ich ganz glasklar sagen: Das ist eine Entscheidung von Youtube." Die Bundesregierung oder Vertreter der Regierung hätten mit der Entscheidung nichts zu tun. "Wer das also behauptet, der bastelt sich eine Verschwörungstheorie zurecht."

Seibert betonte, wer Gegenschläge gegen deutsche Medien, die in Russland arbeiten, fordere oder davon spreche, "der zeigt aus unserer Sicht kein gutes Verhältnis zur Pressefreiheit".

Als Grund für die Sperrung und Entfernung der beiden Kanäle führte Youtube einen Verstoß gegen Richtlinien an: Unlängst sei RT DE darauf aufmerksam gemacht worden, dass das Staatsmedium gegen die Richtlinie zur Missinformation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstoßen habe. In einem gewissen Zeitraum hätte RT DE dann keine Videos mehr auf seinem Youtube-Kanal hochladen dürfen. Nach Youtube-Angaben wurde dann der zweite Kanal genutzt. Das US-Unternehmen sprach von einem Umgehungsversuch. Deshalb sei nun die Sperrung am frühen Dienstagabend erfolgt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

RKI erweitert Corona-Datenspende-App. Mit der Neuauflage der Smartphone-Anwendung können sich Menschen in Deutschland pseudonymisiert an wissenschaftlichen Studien zu den Folgen der Corona-Pandemie beteiligen, wie das RKI am Dienstag in Berlin mitteilte. BERLIN - Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Corona-Datenspende-App überarbeitet und ausgebaut. (Boerse, 19.10.2021 - 11:33) weiterlesen...

Verwertungsgesellschaft will von Google 420 Millionen Euro für 2022. Die Lizenzgebühr werde für die Nutzung von Überschriften, kurzen Artikelausschnitten und Vorschaubildern gefordert, teilte die Verwertungsgesellschaft Corint Media am Freitag in Berlin mit. Die Forderung bezieht sich konkret auf rund 200 digitale Presseveröffentlichungen etwa aus Verlagen, für die die Verwertungsgesellschaft als beauftragte Institution die Rechte wahrnimmt. Corint Media legte als Maßstab für die Berechnungen nach eigenen Angaben relevante Umsätze von Google in Deutschland an. BERLIN - Für die Nutzung von Presseinhalten soll Google nach dem Willen einer Verwertungsgesellschaft 420 Millionen Euro für 2022 an Medienhäuser bezahlen. (Boerse, 15.10.2021 - 16:12) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP: Youtube sperrt erneut zwei allesaufdentisch-Videos (Überschrift ergänzt.) (Boerse, 14.10.2021 - 07:02) weiterlesen...

Youtube sperrt erneut zwei. Das bestätigte ein Youtube-Sprecher am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Als Grund wurde ein Verstoß gegen eine Richtlinie des Unternehmens, in der es um Missinformation zur Corona-Pandemie geht, angeführt. Damit sind derzeit insgesamt vier Videos der Aktion gelöscht. BERLIN - Die Videoplattform Youtube hat zwei weitere Videos der umstrittenen Aktion #allesaufdentisch gelöscht. (Boerse, 14.10.2021 - 06:18) weiterlesen...