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MONTABAUR / MAINTAL - Nach zähen Verhandlungen und langem Warten legt der Telekomanbieter 1&1 mit dem geplanten Aufbau seines 5G-Netzes los.

05.08.2021 - 12:45:33

Roaming wird größter Kostenfaktor am Anfang sein. Doch bis das vierte Mobilfunknetz in Deutschland tatsächlich steht, muss Konzernchef Ralph Dommermuth eine Menge Geld in die Hand nehmen - auch für die Zeit, in der der Unternehmer noch auf die Mitnutzung von Fremdnetzen angewiesen ist, um seinen Kunden überhaupt Telefonie und Internet ermöglichen zu können. "National Roaming wird der größte Kostenfaktor am Anfang sein, er nimmt erst über die Jahre ab", sagte er am Donnerstag im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Und auch die Kosten für die Infrastruktur und den Betrieb werden anfangs höher sein als der Nutzen, sagte Dommermuth.

und Telefonica Deutschland werden.

Diese hätten seine Planung aber erschwert, monierte Dommermuth. "Die wollten vor der Frequenzauktion erst gar nicht mit uns verhandeln", sagte er rückblickend. Gerne hätte er bereits vor der 5G-Frequenzauktion im Frühjahr 2019 ein National-Roaming-Abkommen unterzeichnet. Durch die zähen Verhandlungen habe das Unternehmen Zeit verloren, die es nun aufzuholen gilt.

Mit Blick auf die Auflagen der Bundesnetzagentur gab sich der Konzernchef aber sicher, den vorgegebenen Zeitplan einhalten zu können. Bis spätestens Ende 2022 muss das Unternehmen mindestens 1000 eigene Antennenstandorte betreiben. Bis Ende 2025 soll 1&1 zudem 25 Prozent der Fläche in Deutschland abdecken können, bis Ende 2030 soll es die Hälfte sein. "Das trauen wir uns zu", sagte Dommermuth.

Um die Hälfte Deutschlands abdecken zu können, benötigt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 12 000 Antennenstandorte. So gesehen sind die 1000 bis zum Ende des kommenden Jahres nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Und weil diese über alle Bundesländer verstreut liegen müssen, werde es zu Beginn keine hohe Abdeckung geben, gab Dommermuth zu. Sobald die Vorbereitungsphase samt Akquirierung von Dachstandorten aber durch ist, soll die Abdeckung überdurchschnittlich zulegen.

Für Kunden von Marken wie WinSIM, Simply oder Yourfone bedeutet das erst einmal Warten auf 5G. In einer Telefonkonferenz sagte Dommermuth: "Es ist noch nicht klar, wann genau wir an den Start gehen werden. Das hängt auch damit zusammen, wie schnell das Netz voll funktionsfähig ist." So könnte das Startdatum am 1. Januar 2023, aber auch etwas später liegen.

@ dpa.de