UNITED INTERNET AG, DE0005089031

MONTABAUR - Der Internetkonzern United Internet (1&1, GMX, Web.de) gehört jetzt wieder zu mehr als der Hälfte seinem Gründer und Konzernchef Ralph Dommermuth.

23.12.2021 - 12:49:28

United-Internet-Chef ist Mehrheitseigentümer. Dieser habe seinen Anteil wie angekündigt auf mehr als 50 Prozent aufgestockt, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in Montabaur mit. Eine von Dommermuth kontrollierte Beteiligungsgesellschaft habe Kaufverträge über den Erwerb von 15,2 Millionen Aktien an der United Internet AG abgeschlossen. Das entspreche einem Anteil von 7,8 Prozent der Aktien. Mit dem Vollzug erhöht sich der von Dommermuth kontrollierte Anteil von gut 42 auf 50,1 Prozent.

notierte Aktie verlor im frühen Handel bis zu dreieinhalb Prozent auf 33,75 Euro, erholte sich aber schnell wieder. Zuletzt lag sie nur noch mit 0,2 Prozent im Minus bei 34,90 Euro. Das Unternehmen ist an der Börse derzeit 6,8 Milliarden Euro wert.

Der 58-Jährige hatte das von ihm gegründete Unternehmen 1998 an die Börse gebracht, also noch vor der Hochphase des Dotcom-Booms. Der Ausgabepreis betrug damals umgerechnet 1,02 Euro. Im Zuge der New-Economy-Rally ging es bis Anfang 2000 auf fast 13 Euro nach oben, bevor der Kurs mit dem Platzen der Internetblase an der Börse bis auf 40 Cent abstürzte. Da die Gesellschaft damals an vielen Internetunternehmen beteiligt war, hing ihre Zukunft am seidenen Faden. Mit einer Konzentration auf das Kerngeschäft um Internet-Angebote und Mobilfunkdienstleistungen schaffte Dommermuth die Wende.

Vom Tiefpunkt im Herbst 2001 erholte sich der Kurs peu à peu und stieg Anfang 2018 bis auf fast 60 Euro. Dieses Niveau konnte er allerdings nicht halten. Sorgen wegen hoher Kosten für den geplanten Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes und der erste Corona-Schock drückten den Kurs wieder fast bis auf 20 Euro. Von diesem Rückgang erholte sich das Papier in den Folgemonaten wieder - zuletzt pendelte der Kurs um die Marke von 35 Euro. Im bisherigen Jahresverlauf legte er um rund ein Prozent zu und damit deutlich schwächer als der MDax. Dieser ist seit Ende 2020 um knapp 13 Prozent gestiegen.

@ dpa.de