Hugo Boss, DE000A1PHFF7

METZINGEN - Dem Modekonzern Hugo Boss hat der heiße Sommer übel mitgespielt.

06.11.2018 - 11:34:34

Hugo Boss muss Ergebnisrückgang verkraften. Insbesondere in Deutschland und Frankreich lief es schlechter und der Konzern musste Rabatte geben, um die Ware loszuwerden. Der Konzerngewinn sank um 18 Prozent auf 66 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag in Metzingen mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) verringerte sich um 12 Prozent auf 126 Millionen Euro.

Am Aktienmarkt kam Hugo Boss relativ glimpflich davon. Die Aktie lag am späten Vormittag leicht im Plus, obwohl der Konzern mit seinen Geschäftszahlen zum dritten Quartal die Markterwartungen verfehlt hatte. Die Hugo-Boss-Papiere waren zuletzt mit Abschlägen zur Branche gehandelt worden, was Händler jetzt zum Einstieg verleitete.

Um seine Waren los zu werden, musste Hugo Boss im dritten Quartal kräftig Rabatt geben. Der Konzerngewinn sank dadurch zwischen Juli und September um 18 Prozent auf 66 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) verringerte sich um 12 Prozent auf 126 Millionen Euro.

Der Umsatz stagnierte bei 710 Millionen Euro. Ohne Währungseffekte wäre er um ein Prozent gestiegen. In Deutschland sanken die Umsätze um 13 Prozent und in Frankreich um 8 Prozent. Beide Märkte stehen zusammen für etwa 20 Prozent des Gesamtumsatzes, sagte Langer. Dafür lief es für den Konzern in Amerika und in Asien besser. Vor allem in China war Hugo Boss angesagt und gewinnt laut Langer Marktanteile hinzu. Der Konzern hatte im Rahmen seiner Strategie die Preise für seine Waren in Asien gesenkt, um weltweit ein einheitliches Preisniveau zu erhalten. In Deutschland wurde Hugo Boss im Gegenzug teurer.

Das Online-Geschäft legte im Quartal um 38 Prozent zu. Damit es weiter nach oben geht, vertieft Hugo Boss die Zusammenarbeit mit dem Onlinehändler Zalando und wird über dessen Plattform nicht mehr nur Freizeitmode, sondern nun auch Anzüge anbieten.

Hugo Boss will nun im vierten Quartal Fahrt zunehmen. Die Rabatte hätten sich im vierten Quartal wieder normalisiert, sagte Langer. Gerade für das Geschäft in den eigenen Läden sind die letzten drei Monate die wichtigsten im ganzen Jahr.

2018 wollen die Schwaben weiterhin den Umsatz währungsbereinigt im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigern und das Ebitda in etwa stabil halten. Wie es künftig weiter geht mit Hugo Boss will der Konzern Mitte November während eines Kapitalmarkttages erläutern.

@ dpa.de

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