Metaplanet Aktie: 87 Prozent Verlust seit Juni
09.06.2026 - 16:22:33 | boerse-global.de
Vom Höchstkurs bei 11,40 Euro im Juni 2025 auf 1,31 Euro heute — Metaplanet hat in zwölf Monaten rund 87 Prozent seines Börsenwerts vernichtet. Das 52-Wochen-Tief von 1,20 Euro liegt nur wenige Tage zurück. Der Abstand dazu beträgt gerade einmal 9 Prozent.
Alle gleitenden Durchschnitte zeigen nach unten
Das technische Bild ist eindeutig bearish. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 1,70 Euro — die Aktie notiert 23 Prozent darunter. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 2,60 Euro ist fast doppelt so weit entfernt. Alle drei Durchschnitte fallen und bilden eine Wand aus Widerstand über dem aktuellen Kurs.
Ein nachhaltiger Schlusskurs über 1,70 Euro wäre das Mindestsignal für eine Trendwende. Davon ist Metaplanet weit entfernt.
RSI nahe überverkauft — aber kein Signal
Der 14-Tage-RSI steht bei 31,7. Das ist knapp oberhalb der klassischen Überverkauft-Schwelle von 30. Vor wenigen Tagen lag er noch bei 23,9 — tief im überverkauften Bereich. Die leichte Erholung könnte auf nachlassenden Verkaufsdruck hindeuten. Bestätigt ist das nicht.
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In hartnäckigen Abwärtstrends können Aktien wochenlang überverkauft bleiben. Ein RSI unter 30 allein erzwingt keine Gegenbewegung.
Leerverkäufer und Verwässerungsdruck
Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei fast 59 Prozent. Kursausschläge von mehreren Prozent an einem einzigen Tag sind normal. Das nützt vor allem Leerverkäufern: Metaplanet zählt seit Monaten zu den meistgeshorteten Titeln an der Tokioter Börse.
Hinzu kommt ein strukturelles Problem. Ende Mai waren noch rund 947.000 Bezugsrechte unausgeübt — umwandelbar in knapp 95 Millionen neue Aktien. Bei rund 1,28 Milliarden ausstehenden Aktien entspräche das einer Verwässerung von etwa 7,4 Prozent. Das Tempo der Umwandlungen war bislang moderat, der Überhang belastet die Stimmung dennoch.
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Bitcoin-Strategie unter Druck
Metaplanet verfolgt eine Bitcoin-fokussierte Finanzierungsstrategie. Je tiefer der Aktienkurs fällt, desto teurer wird frisches Kapital. Damit wird es schwieriger, weitere Bitcoin zu kaufen — genau das aber war das Versprechen an die Investoren.
Das 52-Wochen-Tief bei 1,20 Euro bleibt der entscheidende Referenzpunkt. Fällt die Aktie nachhaltig darunter, gibt es technisch keine etablierte Unterstützungszone mehr. Hält das Niveau, könnte sich eine Konsolidierung nahe den aktuellen Kursen entwickeln — vorausgesetzt, der Bitcoin-Kurs stabilisiert sich und der Verkaufsdruck lässt nach.
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