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04.02.2021 - 11:13:27

'Keine Denkverbote' bei neuem Krisentreffen zu Tuifly

sagen würde, dass niemand ausscheiden muss, bei Bedarf aber ein ausgleichender Betrag für Kollegen angeboten würde, die freiwillig ausscheiden wollen - dann könnte ich mir vorstellen, dass die Kosten gesenkt werden können, ohne betriebsbedingte Kündigungen aussprechen zu müssen."

Tuifly hatte erklärt, dass die nötige Reduzierung der Kapazitäten keine andere Lösung zulasse. "Mir ist wichtig, zu betonen, dass wir in diese Gespräche zwar ergebnisoffen hineingehen", schrieb Lackmann an die Mitarbeiter, "aber das Angebot aus dem Herbst vergangenen Jahres bereits das Maximum des wirtschaftlich Machbaren darstellte und sich seitdem die Rahmenbedingungen weiter verschlechtert haben."

Konzernchef Fritz Joussen will angesichts des Geschäftseinbruchs in der Corona-Krise weltweit rund 8000 Stellen streichen. Dies soll vorwiegend im Ausland geschehen. Aber auch bei Tuifly, in Reisebüros oder in der Verwaltung sind empfindliche Kürzungen vorgesehen. Betriebsrat Jakobi hatte die Piloten im Interview der dpa ermahnt, sich solidarischer zu zeigen: "So gut wie alle Beschäftigten machen Kurzarbeit - aber eine Gruppe leistet im Augenblick keinen Beitrag."

Gröls äußerte Verständnis, dass Piloten enttäuscht darauf reagierten. "Die Einlassungen von Herrn Jakobi haben uns mehr als überrascht. Zum einen, weil sich der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates für alle Personale verantwortlich fühlen sollte, auch für die von Kündigung bedrohten Piloten. Zum anderen, weil er es besser wissen müsste: Wir haben bis November einen Krisenbeitrag geleistet und leisten natürlich auch aller Voraussicht nach in Zukunft unseren Beitrag."

Mitten in den Verhandlungen zum Joberhalt habe man jedoch nicht "Gestaltungsmittel ohne Gegenleistung über den Tisch reichen" können. Dass die VC anstelle der Tui-internen Personalvertretung das Thema an sich ziehe, liege daran, dass man so "mehr Gestaltungsmöglichkeiten als auf der betrieblichen Ebene" habe. Parallel läuft ein sogenanntes Einigungsstellen-Verfahren nach dem Betriebsverfassungsgesetz, um einen Sozialplan und Interessenausgleich zu erreichen.

@ dpa.de