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23.05.2020 - 12:31:26

US-Autovermieter Hertz meldet in Corona-Krise Insolvenz an

Models T. Fünf Jahre später wurde das Unternehmen vom Taxi-Unternehmer John Hertz übernommen und bekam seinen heutigen Namen - der zunächst Hertz Drive-Ur-Self System lautete. Hertz war unter anderem ein Pionier der Autovermietung am Flughafen seit den 30er Jahren. Die Schuldenlast schleppt Hertz seit einer zeitweisen Übernahme durch Finanzinvestoren mit sich herum. Ein Großaktionär ist der für seine harte Gangart gegenüber dem Management bekannte Investor Carl Icahn, der fast 40 Prozent der Anteile hält.

Auch Hertz-Konkurrenten wie Avis griffen in der Corona-Krise zu harten Einschnitten und stockten ihre Geldreserven auf. Der größte deutsche Autovermieter Sixt schrieb unterdessen zwar zuletzt rote Zahlen und hat "ein verheerendes zweites Quartal eingeplant" - will aber weder Stellen abbauen, noch Stationen schließen. Er rechne damit, dass im zweiten Halbjahr das Geschäft wieder anziehe, sagte Vorstandschef Erich Sixt.

Die Krise hat die US-Wirtschaft schwer in Mitleidenschaft gezogen. Erst vor rund einer Woche hatte die 118 Jahre alte Warenhauskette J.C. Penney Insolvenz angemeldet. Nach den Insolvenzanträgen der Ladenketten Neiman Marcus und J. Crew war J.C. Penney das bisher größte Corona-Opfer im US-Einzelhandel. Für die Firma arbeiten rund 85 000 Menschen. J.C. Penney hat noch über 800 Läden, von denen viele das Herzstück amerikanischer Einkaufszentren sind.

Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA im März haben bereits mehr als 38 Millionen Menschen mindestens zeitweise ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit. Die USA befinden sich wegen der Pandemie in einer schweren Wirtschaftskrise. Präsident Donald Trump drängt die US-Bundesstaaten zu einer möglichst schnellen Lockerung der Schutzmaßnahmen, um die Wirtschaft vor der Präsidentschaftswahl im November wieder in Gang zu bringen.

@ dpa.de