Medartis Aktie: Wachstum trotz Gegenwind
17.03.2026 - 07:51:39 | boerse-global.deMedartis hat 2025 geliefert — trotz Gegenwind durch Wechselkurse und US-Zölle. Der Basler Orthopädiespezialist meldete heute einen Gesamtumsatz von 269,3 Millionen Franken, was einem organischen Kernumsatzwachstum von 15,7 Prozent entspricht. Und für 2026 legt das Unternehmen noch eine Schippe drauf.
Akquisitionen als Wachstumstreiber
Besonders stark entwickelte sich die EMEA-Region mit einem organischen Plus von 18,0 Prozent auf 155,4 Millionen Franken. Großbritannien und Spanien waren dabei die treibenden Kräfte. Das USA-Geschäft überschritt erstmals die Schwelle von 50 Millionen Franken — trotz eines schwachen Dollars, der den ausgewiesenen Umsatz um mehr als sechs Prozentpunkte drückte.
Hinter dem Wachstum stecken auch zwei Übernahmen aus 2025: KeriMedical, der Spezialist für Endoprothetik, und NeoOrtho, ein Value-Player auf dem brasilianischen Markt. Beide wurden konsolidiert und erzielten Umsatzwachstumsraten von 30 beziehungsweise 17 Prozent. Zusammen erweitern die Zukäufe den adressierbaren Markt um mehr als 800 Millionen Franken.
Heute gab Medartis zudem die geplante Übernahme des belgischen Unternehmens CADskills bekannt — ein Spezialist für personalisierte Implantate und 3D-Druck mit Titan. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen.
Margen unter Druck, Ausblick positiv
Die Kern-EBITDA-Marge hielt sich bei 18,4 Prozent — ein leichter Rückgang gegenüber den 19,0 Prozent des Vorjahres. Verantwortlich dafür waren vor allem Zollkosten (0,9 Prozentpunkte Belastung), ungünstige Wechselkurseffekte und Investitionen in den Kapazitätsausbau an vier Produktionsstandorten. Der Kernreingewinn sank von 11,4 auf 6,1 Millionen Franken, belastet durch höhere Zinsaufwendungen aus der 2024 begebenen Wandelanleihe sowie Wechselkursverluste von 5,3 Millionen Franken.
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Auffällig ist die deutlich geschrumpfte Liquiditätsposition: Zum Jahresende standen nur noch 33,0 Millionen Franken in der Kasse — nach 138,7 Millionen Franken ein Jahr zuvor. Die M&A-Aktivitäten schlugen mit Zahlungsabflüssen von insgesamt 120,8 Millionen Franken zu Buche.
Für 2026 erwartet das Management ein organisches Kernumsatzwachstum von 16 bis 18 Prozent sowie eine leichte Verbesserung der EBITDA-Marge im hohen Zehnerbereich. Rückenwind soll dabei vor allem die kommerzielle Einführung der TOUCH-Endoprothese in den USA liefern — ein Produkt, das nach FDA-Zulassung nun schrittweise in den Operationssälen etabliert wird. Bis Ende 2026 sollen mehr als 300 Chirurgen praktisch geschult worden sein. Das dürfte die zweite Jahreshälfte deutlich stärker aussehen lassen als die erste.
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