Lebensmittelhandel, Pharmahandel

MAR DEL PLATA / BERLIN - Die führenden Wirtschaftsmächte wollen vor dem Hintergrund der eskalierenden Handelskonflikte die Reform der Welthandelsorganisation (WTO) rasch vorantreiben.

16.09.2018 - 15:43:24

G20 für WTO-Reform - Deutschland will 'umfassende Modernisierung'. Dafür sprachen sich die Handelsminister der G20 bei ihrem Treffen im argentinischen Mar del Plata aus. Es bestehe der "dringende Bedarf", die aktuellen Ereignisse im internationalen Handel und eine Reform der WTO zu besprechen, erklärten sie am Freitag (Ortszeit) zum Abschluss ihrer Tagung. Aus der Bundesregierung hieß es, dies sei ein wichtiges Aufbruchssignal. Bei den nächsten Beratungen im November in Genf wollen die Minister ihren Vorschlag dann konkret ausarbeiten.

Die letzte Welthandelskonferenz war im November 2017 in Buenos Aires mit einem Eklat geendet - bei keinem wichtigen Thema der Tagesordnung konnte eine Einigung erzielt werden. Die Beschlüsse der WTO müssen gemäß der jetzigen Satzung im Konsens gefasst werden. Die USA blockieren aber etwa die Ernennung neuer Richter für das Streitschlichtungsgremium der Organisation.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Oliver Wittke (CDU), sieht die Abschlusserklärung aus Mar de Plata als wichtigen Zwischenschritt. "Gerade in Zeiten von "America first" und zunehmendem internationalen Protektionismus ist es wichtig, dass sich die G20-Handelsminister treffen, um über die Überwindung von weltweiten Handelskonflikten und die Zukunft des multilateralen Handelssystems zu sprechen", erklärte er am Samstag laut Mitteilung.

Dabei müssten unfaire Maßnahmen diskutiert werden, sagte Wittke mit Blick etwa auf Dumping-Vorwürfe, denen sich China ausgesetzt sieht: "Europa setzt sich für eine umfassende Modernisierung der WTO ein, um den tieferliegenden Ursachen aktueller Verwerfungen, insbesondere den handelsverzerrenden Maßnahmen von nicht marktwirtschaftlich organisierten Ländern, besser begegnen zu können."

Weder der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer noch sein chinesischer Amtskollege Zhong Shan hatten an dem Treffen in Mar del Plata teilgenommen. Sie wurden von Dennis Shea und Shouwen Wang vertreten. Wittke führte die deutsche Delegation an. Für die EU nahm Handelskommissarin Cecilia Malmström an den Gesprächen teil.

Der nächste Gipfel der Staats- und Regierungschefs der G20 soll unter argentinischem Vorsitz am 30. November und 1. Dezember in Buenos Aires stattfinden. Wittke kündigte an: "Deutschland wird sich gemeinsam mit unseren Partnern dafür einsetzen, dass auch alle Staats- und Regierungschefs der G20 eine starke Botschaft für die Modernisierung der WTO aussenden."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Porsche steigt bei Schweizer Display-Spezialisten ein. Die Firma entwickelt sogenannte holographische Head-Up-Displays, die zum Beispiel Navigationsanzeigen ins Blickfeld des Fahrers projizieren können. Wie viel Porsche investiert, wurde am Dienstag nicht mitgeteilt. Die gesamte Finanzierungsrunde, an der sich neben einigen Fonds auch der Autohersteller Hyundai und der Elektronikkonzern JVC Kenwood beteiligten, hatte ein Volumen von etwa 69 Millionen Euro. Auch die milliardenschwere Online-Handelsplattform Alibaba aus China gehört zu den WayRay-Investoren. STUTTGART - Der Sportwagenbauer Porsche steigt als Investor bei dem auf Display-Technologie spezialisierten Schweizer Unternehmen WayRay ein. (Boerse, 18.09.2018 - 15:25) weiterlesen...

Rote Zahlen - Modekonzern Esprit will Kosten senken. RATINGEN/HONGKONG - Der Modekonzern Esprit will wegen tiefroter Zahlen seine Kosten deutlich senken. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. Juni endete, hatte das Unternehmen mit Firmensitz im nordrhein-westfälischen Ratingen und Börsennotierung in Hongkong einen Nettoverlust von rund 2,5 Milliarden Hongkong Dollar (rund 270 Mio Euro) erwirtschaftet, wie das Unternehmen am Dienstag in Hongkong mitteilte. Rund 1,3 Milliarden Hongkong Dollar (etwa 140 Millionen Euro) seien jedoch auf außerordentliche Aufwendungen etwa für Filialschließungen entfallen. Rote Zahlen - Modekonzern Esprit will Kosten senken (Boerse, 18.09.2018 - 14:05) weiterlesen...

Ufa arbeitet an 'Kudamm 62' und 'Deutschland 89'. "Wir arbeiten bereits an den Drehbüchern", sagte der Geschäftsführer der Filmproduktionsfirma Ufa, Nico Hofmann, am Montagabend in Berlin. Eine endgültige Einigung mit dem ZDF stehe aber noch aus. BERLIN - Fans der ZDF-Dreiteiler "Kudamm 56" und "Kudamm 59" dürfen auf eine Fortsetzung der Familiensaga hoffen. (Boerse, 18.09.2018 - 09:56) weiterlesen...

Ex-Bürgermeister von New York berät mit Politikern über Handel. NEW YORK - Mit mehr als 50 Staats- und Regierungschefs sowie Firmenvorsitzenden will der frühere Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg (76), am Rande der UN-Vollversammlung über den Abbau von Handelskonflikten beraten. Zum "Bloomberg Business Forum" am 26. September hätten sich unter anderem bereits Großbritanniens Premierministerin Theresa May und Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto angekündigt, sagte Bloomberg am Montag (Ortszeit) in New York vor Journalisten. Ex-Bürgermeister von New York berät mit Politikern über Handel (Boerse, 18.09.2018 - 05:54) weiterlesen...

Oracle enntäuscht Anleger mit schwachem Umsatzwachstum REDWOOD SHORES - Der amerikanische SAP durchsetzen kann. (Boerse, 17.09.2018 - 23:04) weiterlesen...

Nach fünf Monaten Sanierung: Halloren holt neuen Vorstandschef. HALLE - Nach fünf Monaten mit einem Sanierungsexperten an der Spitze bekommt die Halloren Schokoladenfabrik einen neuen Vorstandschef. Der 53 Jahre alte Manager Ralf Wilfer werde vom 1. Oktober an die Führung des Traditionsbetriebs aus Halle übernehmen, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Damit sei es gelungen, einen Mann mit viel Erfahrung in der Süßwarenbranche zu gewinnen. Es gelte, den eingeleiteten Strategiewechsel bei Halloren gemeinsam mit der motivierten Belegschaft umzusetzen, sagte Wilfer. Nach fünf Monaten Sanierung: Halloren holt neuen Vorstandschef (Boerse, 17.09.2018 - 20:04) weiterlesen...