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MAINZ - Wegen der stockenden Sanierungsverhandlungen beim Autobauer Opel dringen die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer und andere Sozialdemokraten in Opel-Ländern auf die Einhaltung von Zusagen und Verträgen.

16.04.2018 - 12:04:24

Sanierungsfall Opel - Dreyer dringt auf Einhaltung von Zusagen. Dreyer, Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel, Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles warnten nach Mitteilung vom Montag den Chef des neuen Mutterkonzerns PSA , Carlos Tavares, vor einer Sackgasse bei der anstehenden Richtungsentscheidung.

"Wir erwarten die Einhaltung der Zusagen für Investitionen und Beschäftigte aus dem letzten Jahr", betonten sie. Die Versprechen dürften nicht infrage gestellt und das Vertrauen in die PSA-Führung nicht beschädigt werden. Dazu zähle auch die Vertragstreue bei Tarifverträgen. "Bereits in den kommenden Tagen muss PSA beweisen, was die Zusage wert sind."

IG Metall und Gesamtbetriebsrat hatten PSA vorgeworfen, mit seinen bislang vorliegenden Projekt- und Produktzusagen einen weitreichenden Personalabbau in den deutschen Werken zu planen. Sie lehnen auch den von Opel-Chef Michael Lohscheller geforderten Verzicht auf die nun anstehende Tariferhöhung um 4,3 Prozent ab. Für die in Tarifverträgen festgehaltenen Produktionszusagen habe die Belegschaft bereits in der Vergangenheit ausreichende Zugeständnisse gemacht.

Opel war im August 2017 vom französischen PSA-Konzern übernommen worden und steckt in einer harten Sanierung, die Ankündigungen zufolge ohne betriebsbedingte Kündigungen und Werkschließungen auskommen soll. An den deutschen Standorten mit fast 19 000 Beschäftigten wird massiv kurzgearbeitet.

@ dpa.de

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