Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Biontech, US09075V1026

MAINZ - Der Mainzer Corona-Impfstoff-Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer peilen eine Ausweitung ihrer Produktionskapazität auf 2,5 Milliarden Dosen bis Ende dieses Jahres an.

30.03.2021 - 17:01:04

Biontech will Impfstoffproduktion auf 2,5 Milliarden Dosen steigern. Das teilte das Mainzer Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage seiner Geschäftszahlen für das vergangene Jahr mit. Bislang war von 2 Milliarden Dosen die Rede.

"Der Anstieg wurde hauptsächlich ermöglicht durch verbesserte Herstellungsprozesse, die Inbetriebnahme von Biontechs Produktionsstätte in Marburg, die Zulassung der Entnahme einer sechsten Impfdosis sowie durch die Erweiterung unseres Hersteller- und Lieferantennetzwerks", erklärte das Unternehmen.

Bis zum 23. März lieferten Biontech und seine Partner weltweit mehr als 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs aus. Und das Auftragsbuch ist prall gefüllt: Für dieses Jahr haben Biontech und Pfizer nach eigenen Angaben feste Bestellungen über mehr als 1,4 Milliarden Dosen. Die größten Kunden sind die EU mit 500 Millionen bestellten Dosen plus eine Option auf weitere 100 Millionen, danach folgen die USA mit 300 Millionen Dosen.

Die große Nachfrage beginnt sich nun auch positiv auf die Geschäftszahlen des Mainzer Unternehmens auszuwirken. So stieg der Umsatz in dem Ende Dezember abgeschlossenen Geschäftsjahr auf 482,3 Millionen Euro nach 108,6 Millionen im Jahr davor. Darin enthalten sind Erlöse in Höhe von 270,5 Millionen Euro durch den Covid-19-Impfstoff. Der Nettogewinn stieg auf 15,2 Millionen Euro, verglichen mit einem Nettoverlust von 179,2 Millionen im Jahr 2019.

Besonders auffällig ist die Entwicklung im vierten Quartal: In diesem Zeitraum, in dem der Impfstoff in den USA, in Großbritannien und der EU zugelassen wurde, lag der Nettogewinn bei 366,9 Millionen Euro, verglichen mit einem Nettoverlust von 58,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Doch die wirklichen Auswirkungen auf das Geschäft werden erst jetzt und nicht beim Blick in die Vergangenheit klar. Finanzvorstand Sierk Poetting sagte am Dienstag auf einer Analystenkonferenz, Biontech gehe für dieses Jahr allein auf der Basis der bislang unterzeichneten Lieferverträge von 9,8 Milliarden Euro Umsatz aus. Dem stehen allerdings auch gestiegene Ausgaben für Forschung und Entwicklung und die Stand Ende Dezember auf 1900 gestiegene Zahl von Mitarbeitern gegenüber.

Das Geld, das nun in die Kasse gespült wird, will Biontech ins laufende Geschäft und vor allem in die Forschung stecken. "Wir sehen eine enorme Chance darin, Einnahmen aus unserem Covid-19-Impfstoff in die Forschung zu reinvestieren", sagte Vorstandschef und Unternehmensmitgründer Ugur Sahin. Biontech treibe die Entwicklung seiner Ansätze für "Immuntherapien der nächsten Generation" weiter voran. Dabei geht es um Krebstherapien, Infektionskrankheiten, regenerative Therapien, Entzündungsreaktionen sowie Autoimmunerkrankungen samt Allergien.

Die Börse reagierte positiv auf die Unternehmenszahlen. An der New Yorker Nasdaq legte der Kurs der Biontech Aktie bis 16.15 Uhr MESZ um gut 5 Prozent auf 100,62 Dollar zu. Damit ist der Wert einer Biontech-Aktie seit dem Börsengang des Unternehmens im Oktober 2019 um mehr als das Sechsfache gestiegen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Bouffier warnt vor Alleingängen bei Beschaffung von Corona-Impfstoff. Dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V für sein Bundesland bestellt habe, habe ihn "überrascht", sagte Bouffier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". FRANKFURT - Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat vor Alleingängen der Bundesländer bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff gewarnt. (Boerse, 10.04.2021 - 13:32) weiterlesen...

Bisher 42 Fälle von Sinusvenenthrombose nach Astrazeneca-Impfung. LANGEN - In Deutschland sind bislang 42 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca bekannt. Das berichtete das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Freitagabend. Die 42 Fälle der speziellen Form sehr seltener Hirnvenenthrombosen seien bis zum 2. April gemeldet worden, in 23 Fällen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) gemeldet worden. Bisher 42 Fälle von Sinusvenenthrombose nach Astrazeneca-Impfung (Boerse, 10.04.2021 - 13:03) weiterlesen...

Michel: 'Europa wird führender Impfstoffhersteller'. "Wenn wir die Produktion in den nächsten Wochen weiter beschleunigen, wird Europa ein führender, vielleicht sogar der weltgrößte Impfstoffhersteller sein", sagte Michel dem "Handelsblatt" und anderen europäischen Wirtschaftsmedien (Samstag). BERLIN - EU-Ratspräsident Charles Michel hat den Aufstieg der Europäischen Union zu einem führenden Impfstoffproduzenten der Welt vorausgesagt. (Wirtschaft, 10.04.2021 - 12:38) weiterlesen...

Macron besucht Pfizer-Biontech-Abfüller in Frankreich. Damit läuft jetzt auch im stark von der Corona-Pandemie betroffenen Frankreich die Impfstoffproduktion an. Es gehe darum, Impfungen zu beschleunigen und industriell eigenständiger zu werden, teilte der 43-Jährige am Freitag via Twitter mit. DREUX - Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat das Pharmaunternehmen Delpharm besucht, das seit Wochenmitte den Corona-Impfstoff von Biontech /Pfizer abfüllt. (Wirtschaft, 09.04.2021 - 16:05) weiterlesen...

Experten warnen vor Überlastung der Kliniken. Intensivmediziner warnen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems, und auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt sich besorgt. Daher müsse die dritte Welle gebrochen werden, sagte Spahn am Freitag in Berlin. Die sozialen Kontakte müssten eingeschränkt werden, notfalls auch mit nächtlichen Ausgangssperren. BERLIN - Trotz neuer Impfrekorde ist die Lage in der Corona-Krise aus Sicht von Experten alarmierend. (Boerse, 09.04.2021 - 13:47) weiterlesen...

Spahn blickt positiv auf Impfstart bei den Hausarztpraxen. "Beim Impfen sind wir auf einem guten Weg. In den vergangenen Tagen wurden so viele Menschen geimpft, wie nie zuvor", sagte Spahn am Freitag in Berlin. Demnach habe es am Donnerstag mit 719 000 Impfungen an einem Tag einen weiteren Tagesrekord gegeben. BERLIN - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) blickt positiv auf den Einstieg der Hausarztpraxen in die Corona-Impfungen. (Boerse, 09.04.2021 - 10:57) weiterlesen...