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Norma Group, DE000A1H8BV3

MAINTAL - Der Zulieferer Norma Group am Donnerstag in Maintal mitteilte.

18.10.2019 - 16:22:38

Verbindungstechnikspezialist Norma kappt Prognose - Aktie rutscht ab. Der Erlös werde dieses Jahr ohne Wechselkurseffekte sowie den Kauf oder Verkauf von Unternehmensteilen um 2 bis 4 Prozent sinken. Zuvor hatte der Spezialist für Verbindungssysteme noch einen Umsatz auf Vorjahresniveau in Aussicht gestellt.

A380.

"Wir sind streikbereit", bekräftigte der stellvertretende Ufo-Vorsitzende Daniel Flohr am Freitag. Die Gewerkschaft verlangt für die rund 22 000 Flugbegleiter bei der Lufthansa offiziell 1,8 Prozent mehr Geld. Für die übrigen Flugbetriebe gelten andere spezifische Tarifziele.

Hinter dem Arbeitskampf steckt aber ein tiefes Zerwürfnis zwischen Ufo und dem Lufthansa-Konzern. Das Unternehmen erkennt den Ufo-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen. Der langjährige Ufo-Vorsitzende Baublies wurde sogar aus dem Lufthansa-Dienst entlassen. Den Streik bewertet Lufthansa in dieser Logik als rechtswidrig und hat Teilnehmern mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht. Parallel hat die DGB-Gewerkschaft Verdi die Lufthansa zu Verhandlungen über das Kabinenpersonal aufgefordert. Der Ufo-Vize Flohr wirft dem Konzern vor, seine Gewerkschaft zugunsten der Konkurrenz Verdi kaltstellen zu wollen.

Auch am Freitag lag zunächst kein Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen den bereits am Montag angekündigten Arbeitskampf vor, wie Lufthansa bestätigte. Das Unternehmen könnte aber auch im Nachgang rechtliche Schritte gegen die Ufo einleiten.

Intern hat die Lufthansa nach Flugbegleitern gesucht, die am Sonntag freiwillig arbeiten. Zu Einzelheiten wollte sich das Unternehmen aber nicht äußern. Die Fluggäste sind aufgefordert, sich über den Status ihrer Flüge zu informieren. Sofern sie ihre Kontaktdaten hinterlegt haben, werden sie direkt informiert.

Die Ufo warnte das Unternehmen davor, für die Streikzeit Listen über Krankmeldungen zu führen, weil dies gegen den Datenschutz verstoße und strafbar sei. Ihren Mitgliedern rät die Gewerkschaft, bereits ab dem ersten Tag der Erkrankung ein ärztliches Attest bereit zu halten.

In der Vergangenheit hatte Lufthansa bei Streikdrohungen der Piloten oder Flugbegleiter von sich aus viele Flüge abgesagt und einen Not-Flugplan erstellt. Zum eigentlich angekündigten Streik musste es dann wegen der Flugstreichungen gar nicht mehr kommen. Die Lufthansa-Flugbegleiter hatten zuletzt im November 2015 gestreikt.

@ dpa.de