Main Street Capital: 0,93 Dollar verfehlt Schätzung
23.05.2026 - 20:43:31 | boerse-global.deMain Street Capital rutscht auf ein neues Jahrestief. Enttäuschende Quartalszahlen lösten am Freitag eine Verkaufswelle aus, die den Kurs auf 42,80 Euro drückte. Damit summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf fast 19 Prozent.
Verfehlte Gewinnziele belasten
Der Auslöser liegt in der Bilanz des ersten Quartals 2026. Das Unternehmen verfehlte mit einem Gewinn je Aktie von 0,93 US-Dollar die Erwartungen der Analysten deutlich. Diese hatten im Schnitt mit 1,04 US-Dollar kalkuliert.
Auch der Umsatz blieb mit 140,1 Millionen US-Dollar hinter den Prognosen zurück. Zwar stiegen die Zinseinnahmen durch ein höheres Kreditvolumen. Parallel dazu belasteten jedoch sinkende Dividendeneinnahmen aus dem Portfolio und um neun Prozent gestiegene Barausgaben das Ergebnis.
Analysten kappen Kursziele
Die Reaktion der Investmentbanken folgte prompt. RBC Capital Markets senkte das Kursziel von 66 auf 58 US-Dollar, bleibt aber bei einer Kaufempfehlung. Oppenheimer reduzierte das Ziel auf 52 US-Dollar und verwies auf die Volatilität bei den Erträgen.
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Marktbeobachter blicken derweil kritisch auf die Kredite ohne Zinszahlung. Diese sogenannten Non-Accruals stiegen auf 4,0 Prozent der Anschaffungskosten. Die Aktie kämpft technisch nun damit, einen Halt oberhalb der Marke von 49 US-Dollar zu finden.
Dividende als Stabilitätsanker
Trotz des Kurssturzes hält das Management an seiner Ausschüttungspolitik fest. Die reguläre monatliche Dividende für das dritte Quartal steigt um knapp zwei Prozent auf 0,265 US-Dollar. Im Juni erhalten Aktionäre zusätzlich eine Sonderdividende von 0,30 US-Dollar.
Durch den Kursrückgang klettert die annualisierte Dividendenrendite auf rund 8,5 Prozent. Der Nettoinventarwert (NAV) erreichte zum Quartalsende mit 33,46 US-Dollar je Aktie einen Rekordwert. Die Liquiditätsreserven belaufen sich auf 1,4 Milliarden US-Dollar.
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