Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

MAGDEBURG - Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) will die Automobil-Zulieferindustrie beim Wandel hin zur Elektromobilität weiter unterstützen.

22.03.2021 - 14:19:59

Willingmann: Zulieferer beim Wandel zur E-Mobilität unterstützen. Dabei gehe es um Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie in wirtschaftsnahe Forschungsinfrastrukturen, erklärte Willingmann am Sonntag. "Investitionen in Zukunftstechnologien sind für die Unternehmen die Grundlage, um hochwertige Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen.

und Volvo gerade die gemeinsame Entwicklung von Wasserstoffantrieben für Lastwagen vereinbart hatten, sagte der Chef der VW-Lastwagenholding Traton , Matthias Gründler, am Montag in München: "Traton setzt klar auf den Elektro-Lkw."

In Forschung und Entwicklung für E-Mobilität werde Traton bis 2025 1,6 Milliarden Euro investieren statt wie bisher geplant 1 Milliarden Euro. Alle Marken verlagerten ihr Budget jetzt von konventionellen zu E-Motoren. "Traton wird elektrisch", sagte Gründler. Scania werde dieses Jahr zwar noch einen 13-Liter-Dieselmotor einführen und MAN im Jahr 2024, aber "das wird das letzte große Projekt sein, das wir machen. Wir werden keine neue Generation entwickeln."

Im Jahr 2025 wolle Scania in Europa jedes zehnte Fahrzeug mit E-Antrieb verkaufen, 2030 schon jedes zweite. "Bei MAN werden dann mindestens 60 Prozent der Lkw für den Lieferverkehr und 40 Prozent der Lkw für den Fernverkehr emissionsfrei unterwegs sein", stellte die VW-Holding in Aussicht. Allerdings müsse in Europa auch ein extra Schnellladenetz für Elektro-Lastwagen aufgebaut werden: Das "ist die größte Herausforderung", sagte der Vorstandschef.

Die Traton-Aktie lag am Mittag mit 0,75 Prozent im Minus bei 23,73 Euro. Das Papier hat sich in den vergangenen Monaten vom Einbruch der Nutzfahrzeugmärkte in der Corona-Krise merklich erholt, auch weil es vor allem bei den zwischenzeitlich daniederliegenden Auftragseingängen wieder besser aussieht. Vor einem Jahr auf dem Höhepunkt des Corona-Crashs war das Papier nur noch rund 11 Euro wert gewesen. Allerdings haben längerfristig orientierte Anleger kaum Freude an der Aktie - Volkswagen hatte beim Börsengang im Juni 2019 rund 10 Prozent der Anteile für 27 Euro das Stück verkauft.

E-Lastwagen kosteten heute mehr als doppelt so viel wie Diesel-Lastwagen, und "die Anschaffungskosten werden auch weiterhin deutlich höher sein", sagte Gründler. Aber bei den Betriebskosten "werden sie ab 2025 günstiger sein". Kaufprämien, Steuern und CO2-Maut könnten den Umstieg beschleunigen. Bei den Batteriezellen will Traton auch die Syniergien im VW-Konzern nutzen, der den Bau eigener Zellfabriken angekündigt hat. Diesel-Lkw werde Traton so lange verkaufen, wie Kunden sie haben wollten.

Auch Wasserstoff-Lastwagen dürfte sich in den nächsten zehn Jahren am Markt etablieren, sagte Gründler. "Wir werden diese Technik auch anbieten", doch nur in Nischen, etwa für Zementmischer oder für Fernreisebusse, die in den Haltepausen nicht ausreichend Strom laden können. Der Wasserstoff-Lkw sei viel weniger effizient und viel teurer als der Batterie-Lkw, und ein Wasserstoff-Tankstellennetz sei teurer aufzubauen als ein E-Ladenetz.

Traton hatte das vergangene Jahr mit einem Umsatzrückgang von 16 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro und einem Verlust von 124 Millionen Euro abgeschlossen. Im laufenden Jahr peilt die Nutzfahrzeugholding einen starken Absatz- und Umsatzanstieg an. Finanzchef Christian Schulz betonte aber auch die Risiken durch die Corona-Pandemie und die unsichere Versorgung mit Halbleitern.

Die Restrukturierung von MAN mit dem Abbau von 3500 Arbeitsplätzen soll mehr als eine halbe Milliarde Euro kosten. Für das große Lkw-Werk im österreichischen Steyr "sind wir im Gespräch mit einem Investor" - in vier bis sechs Wochen wisse man mehr, sagte Gründler.

Mit der Übernahme des US-Lastwagenbauers Navistar Mitte des Jahres will Traton endlich auch auf dem US-Markt präsent sein, wo ein Drittel der weltweiten Gewinne der Branche erwirtschaftet werden. Über Produkte und Komponenten liefen Gespräche mit Navistar. In China ist Traton an dem Lkw-Bauer Sinotruk beteiligt. Scania will nächstes Jahr nahe Shanghai eine Lkw-Fabrik in Betrieb nehmen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Daimler schickt wegen Chipkrise Tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit. Betroffen ist nach dpa-Informationen ein Großteil der Beschäftigten der Mercedes-Werke in Rastatt und Bremen. Daimler teilte am Mittwoch auf Anfrage mit, für die betroffenen Mitarbeiter an beiden Standorten sei Kurzarbeit jeweils von diesem Freitag an zunächst bis Ende kommender Woche beantragt worden. STUTTGART/RASTATT/BREMEN - Angesichts weltweiter Lieferengpässe von wichtigen elektronischen Bauteilen schickt der Autobauer Daimler an vorerst mindestens zwei Standorten Tausende Mitarbeiter wieder in die Kurzarbeit. (Boerse, 21.04.2021 - 13:48) weiterlesen...

Anteil alternativer Antriebe bei Neuwagen mehr als verdoppelt. Knapp 246 700 Neuwagen waren in den ersten drei Monaten keine klassischen Verbrenner, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Mittwoch mitteilte. Das entsprach demnach einem Anteil an den neuzugelassen Kraftfahrzeugen von 37,6 Prozent. "Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 16,8 Prozent", hieß es. FLENSBURG - Der Anteil alternativer Antriebe an allen neuzugelassenen Autos in Deutschland hat sich im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. (Boerse, 21.04.2021 - 12:16) weiterlesen...

Deutsche Autobauer starten wieder durch - Heimatmarkt weiter schwach. Auf dem Heimatmarkt blieb die Nachfrage im ersten Quartal insgesamt aber immer noch relativ schwach. HANNOVER/MÜNCHEN - Die deutschen Autobauer haben nach dem Corona-Einbruch des Vorjahres bis zum Frühlingsbeginn vielerorts wieder Boden gutgemacht. (Boerse, 20.04.2021 - 12:30) weiterlesen...

Presse: BMW droht hohe dreistellige Millionenbuße im EU-Kartellverfahren BERLIN - Der Autobauer BMW mitsamt der Töchter Audi und Porsche, sowie gegen Daimler , es geht um mutmaßlich verbotene Absprachen zu technischen Standards, unter anderem der Abgasnachbereitung. (Boerse, 20.04.2021 - 12:19) weiterlesen...

BMW verdient im ersten Quartal mehr als gedacht - Aktie kaum bewegt. Nach vorläufigen Zahlen stand vor Steuern ein Profit von 3,76 Milliarden Euro und damit fast fünfmal so viel wie zum Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr, wie der Dax -Konzern am Montagabend in München mitteilte. Nach eigenen Angaben übertraf BMW damit die Erwartungen am Aktienmarkt. Die Aktie der Münchener konnte das am Dienstag aber nach den Kursgewinnen der letzten Wochen kaum anfachen. MÜNCHEN - Ein Rekordabsatz im ersten Quartal hat dem Autobauer BMW im Tagesgeschäft einen überraschend hohen Gewinn beschert. (Boerse, 20.04.2021 - 10:12) weiterlesen...

BMW will serientaugliche Feststoffbatterie bis Ende des Jahrzehnts. "Bis zum Ende des Jahrzehnts werden wir eine automotive-taugliche Feststoffbatterie für den Serieneinsatz realisieren", sagte Entwicklungsvorstand Frank Weber am Montag. Konzernchef Oliver Zipse betonte, das Unternehmen wolle schon deutlich vor 2025 ein erstes Vorführfahrzeug mit dieser Technologie zeigen. MÜNCHEN - BMW will die Entwicklung von Feststoffbatterien vorantreiben. (Boerse, 19.04.2021 - 15:00) weiterlesen...