Grand City Properties, LU0775917882

LUXEMBURG - Steigende Mieten haben den Wohnimmobilienkonzern Grand City Properties im ersten Halbjahr weiter Auftrieb gegeben.

19.08.2019 - 09:08:42

Grand City Properties bekräftigt Jahresziele. Grand City Properties habe mit einem starken Immobilienportfolio ein weiteres erfolgreiches Quartal beendet, sagte Unternehmenschef Christian Windfuhr laut Konzernmitteilung vom Montag in Luxemburg. Nach dem ersten Halbjahr sei das MDax -Unternehmen auf Kurs, um seine Jahresziele zu erreichen.

und Vonovia setzt die Firma nicht auf den Bau von Wohnungen. Vielmehr ist Grand City darauf spezialisiert, sanierungsbedürftige Immobilien aufzukaufen, die Wohnungen zu renovieren und dann zu einem höheren Preis zu vermieten.

Im Berichtszeitraum mussten Mieter im Schnitt mehr zahlen als noch im Vorjahr. Dabei kostete der Quadratmeter im Mittel 6,25 Euro - ein Jahr zuvor hatten Mieter noch 5,80 Euro berappen müssen. Wegen steigender Mieten in Metropolen stehen große Wohnkonzerne unter Dauerbeschuss. Erst am Sonntagabend verständigte sich die Große Koalition aus CDU, CSU und SPD auf neue Maßnahmen, um die rasant steigenden Mietpreise zu bremsen. So soll die 2015 eingeführte Mietpreisbremse bis 2025 verlängert und zudem zugunsten der Mieter verschärft werden.

Erst kürzlich hatte sich der Berliner Senat auf Eckpunkte für einen Mietendeckel geeinigt, mit dem die Mieten in der Hauptstadt in den kommenden fünf Jahren eingefroren werden sollen. Eine Berliner Bürgerinitiative will zudem die Enteignung großer Immobilienfirmen durchsetzen.

Zudem profitierte Grand City Properties in den ersten sechs Monaten von einem etwas geringeren Leerstand. Gleichzeitig änderte sich das Portfolio der Gesellschaft. So kaufte Grand City Immobilien im Wert von 300 Millionen Euro hinzu. Im Gegenzug verkaufte das Unternehmen ein Portfolio, dessen Wert mit 187 Millionen Euro um sieben Prozent über dem zuletzt taxierten Buchwert lag.

Für das laufende Jahr peilt Grand City Properties unverändert beim operativen Ergebnis FFO 1 einen Anstieg auf 211 bis 213 Millionen Euro an. Im Vorjahr hatte diese Kennziffer noch 198 Millionen Euro betragen. Die Aktionäre sollen für 2019 unverändert eine Dividende in Höhe von 0,82 bis 0,83 Euro je Aktie erhalten.

@ dpa.de