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Corestate Capital, LU1296758029

LUXEMBURG - Der Immobilien-Investmentmanager Corestate Capital bekommt weiterhin die Corona-Pandemie zu spüren.

19.05.2021 - 11:06:04

Immobilien-Investmentmanager Corestate Capital schreibt rote Zahlen. Das bereinigte Konzernergebnis habe im ersten Quartal minus neun Millionen Euro betragen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Luxemburg mit. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich auf eine Million Euro und der Konzernumsatz auf 37 Millionen Euro. Dennoch hält das Management um Unternehmenschef René Parmantier an den Jahreszielen fest.

Die Aktien reagierten am Mittwoch mit einem deutlichen Kursrückgang auf die Quartalszahlen. Am Morgen fielen sie um 3,8 Prozent auf 11,64 Euro. Anfang Mai hatten die Papiere ein Rekordtief bei 10,43 Euro erreicht. Seit Jahresbeginn verloren die Aktien rund ein Fünftel. Analyst Thomas Rothäusler von der Investmentbank Jefferies sprach von einem operativ schwachen Quartal bei einer hohen Verschuldung. Unter einem neuen Management versuche das Unternehmen einen Neustart, eine Stabilisierung der Geschäfte und der Finanzkennziffern.

Die Covid-19-Pandemie und die Maßnahmen zur Corona-Eindämmung haben erneut ihren Schatten auf die Immobilienmärkte und auf einige Bereiche der Bewertungen geworfen, schrieb Unternehmenschef Parmantier in einem Aktionärsbrief. Im ersten Quartal wies Corestate Capital einen Verlust von 14,5 Millionen Euro aus, wie das SDax-Unternehmen am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Ein Jahr zuvor war noch ein Gewinn von 8,8 Millionen Euro gestanden. Bereinigt um Sondereffekte betrug der Verlust 9,1 Millionen Euro.

Auch im Tagesgeschäft lief es für den Immobilien-Investmentmanager deutlich schlechter. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel von 20,9 Millionen im Vorjahr auf 0,7 Millionen Euro. Der Konzernumsatz schrumpfte auf 37,3 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch 51,7 Millionen erlöst.

Der seit Dezember amtierende neue Unternehmenschef Parmantier baut derzeit den Konzern um. "Zwar sind wir angesichts des verhaltenen Investmentmarktes im ersten Halbjahr derzeit noch mit angezogener Handbremse unterwegs, aber wir haben die Zeit konsequent genutzt, auf allen Ebenen unsere Hausaufgaben zu machen", sagte er. So habe das Unternehmen das Geschäft Finanzierung rund um die Immobilie (Private Debt) mit der Übernahme der Finanzierungsplattform AFS gestärkt. Zudem sei im Geschäft mit Immobilien (Real Estate Equity) der Vertrieb neu aufgestellt und personell gestärkt worden. "Damit sind wir auf dem allerbesten Weg, spätestens im Sommer richtig durchzustarten", sagte er.

Im laufenden Jahr soll der Konzernumsatz auf 235 bis 260 Millionen Euro steigen. 2020 hatte er bei 191 Millionen Euro gelegen. Das bereinigte Ebitda soll bei 90 bis 115 Millionen Euro rauskommen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen ein bereinigtes Ebitda von 17 Millionen Euro ausgewiesen.

Auf der Finanzebene bleibe die zügige Entschuldung ein Kernthema, sagte der Unternehmenschef. Im ersten Quartal stieg die Nettoschuld um rund sechs Prozent auf 549 Millionen Euro. Bereits im zweiten Quartal erwarte das Unternehmen aufgrund der eingeleiteten, umfangreichen Maßnahmen merkliche Fortschritte bei der Reduzierung der Nettofinanzverschuldung, so Parmantier.

Corestate mit Sitz in Luxemburg ist ein Investmentmanager und Co-Investor mit einem verwalteten Vermögen von zirka 28 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist international als Geschäftspartner für institutionelle Investoren sowie vermögende Privatanleger tätig. Zudem verfügt der Konzern über 42 weitere Büros unter anderen in Frankfurt, London, Madrid, Singapur und Zürich und beschäftigt rund 800 Mitarbeiter.

@ dpa.de