Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Draegerwerk, DE0005550636

LÜBECK - Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk hat dank der Corona-Pandemie im abgelaufenen Jahr kräftig zugelegt.

14.01.2021 - 08:40:04

Drägerwerk übertrifft mit Jahreszahlen eigene Erwartung - Aktienkurs steigt. Das Umsatzwachstum und die Ebit-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) hätten dabei über den eigenen Erwartungen gelegen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in Lübeck mit. Die Erlöse stiegen demnach 2020 um mehr als ein Fünftel auf fast dreieinhalb Milliarden Euro. Die Marge werde zwischen 11,3 und 11,6 Prozent erwartet. Der Auftragseingang stieg um etwas mehr als ein Drittel.

gelistete Dräger-Vorzugsaktie am Donnerstagmorgen um 0,8 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vorabend zu.

Den Angaben zufolge steigerte Drägerwerk seinen Umsatz im vergangenen Jahr um mehr als ein Fünftel auf 3,4 Milliarden Euro. Davon dürften 11,3 bis 11,6 Prozent als Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) herauskommen. Dies entspricht einem Ebit von 385 bis 395 Millionen Euro.

Vor allem die Medizintechnik habe von der Corona-Pandemie profitiert, berichtete Dräger. Hier legte der Umsatz um fast ein Drittel zu. Bei der Sicherheitstechnik fiel der Zuwachs mit gut sechs Prozent geringer aus. Dräger stellt Schutzmasken her, aber auch Produkte für die Behandlung von Corona-Patienten, etwa Beatmungsgeräte.

Allerdings rechnet das Management nicht damit, dass sich die von der Corona-Pandemie verursachte Sonderkonjunktur für das Unternehmen im neuen Jahr fortsetzt. Für 2021 geht der Vorstand um Unternehmenschef Stefan Dräger von einem währungsbereinigten Umsatzrückgang zwischen sieben und elf Prozent aus. Die Ebit-Marge dürfte bei unveränderten Wechselkursen zwischen fünf und acht Prozent liegen. Die vollständigen und testierten Geschäftszahlen will Dräger am 4. März veröffentlichen.

Trotz der zuletzt guten Entwicklung können sich die Aktionäre nicht auf eine höhere Dividende freuen. Die Ausschüttung soll wie im Vorjahr bei 13 Cent je Stammaktie und 19 Cent je Vorzugsaktie liegen. Dräger begründete die Zurückhaltung mit der stark gestiegenen Nettoverschuldung und der gesunkenen Eigenkapitalquote.

So hatte das Unternehmen Genussscheine gekündigt. In der Folge war die Eigenkapitalquote von Ende 2019 bis Ende September 2020 von 41,9 Prozent auf 31,0 Prozent gesunken. Dräger will die Dividende nun so lange auf dem Vorjahresniveau belassen, bis die Eigenkapitalquote wieder auf mehr als 40 Prozent geklettert ist.

@ dpa.de