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LUDWIGSHAFEN / MANNHEIM - Angesichts der gesperrten Verkehrsader Hochstraße Süd in Ludwigshafen hat BASF -Vorstandsmitglied Michael Heinz einen Mobilitätspakt von Bund, Ländern, Kommunen und Wirtschaftsvertretern gefordert.

04.09.2019 - 12:38:25

Sperrung von Hochstraße: BASF-Vorstandsmitglied will Mobilitätspakt. Es gebe "Luft nach oben" bei der Koordination in der Metropolregion Rhein-Neckar, sagte er dem "Mannheimer Morgen" (Mittwoch).

Vor dem Hintergrund des geplanten Abrisses der Hochstraße Nord sagte Heinz, ein Projekt dieser Größe könne Ludwigshafen nicht allein stemmen. "Deshalb müssen sich alle an einen Tisch setzen und einen transparenten und verlässlichen Plan entwickeln. Unternehmen brauchen auch Planungssicherheit", sagte der Arbeitsdirektor des Chemiewerks.

Die Probleme durch eine Sanierung von gleich beiden Hochstraßen könnten zur Bedrohung für den Standort Ludwigshafen werden. "Das könnten wir nicht alles auf Schiene oder Rhein verlagern, der uns zudem ja im vergangenen Jahr schmerzlich im Stich gelassen hat."

In Vorbereitung auf die Abrisspläne für die Hochstraße Nord arbeitet BASF an einem Konzept für den Personen- und Güterverkehr. Mit Blick auf die Entwicklungen bei der Hochstraße Süd hat das Unternehmen nach eigenen Angaben Schritte überlegt, die sich zur Entlastung der Verkehrssituation umsetzen lassen - etwa eine Flexibilisierung von Arbeitszeiten oder die Förderung von Fahrgemeinschaften.

Die Hochstraße Süd, eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Rhein-Neckar-Region, war Ende August kurzfristig gesperrt worden. Der Grund: Risse in der Betonkonstruktion. Bei monatlichen Überprüfungen war aufgefallen, dass sich bereits vorhandene kleine Schäden vergrößert hatten. Wie es weitergeht, wird sich wohl frühestens in vier Wochen zeigen. Dann soll das Ergebnis aufwendiger Untersuchungen zur Statik durch externe Experten vorliegen.

@ dpa.de