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BASF SE, DE000BASF111

LUDWIGSHAFEN - Beim geplanten Abbau Tausender Stellen spürt das Chemieunternehmen BASF die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

29.07.2020 - 12:45:27

BASF hält an Stellenabbau fest - Ziel wegen Corona 'herausfordernd'. "Wir haben gesagt, dass wir bis Ende des Jahres weltweit 6000 Stellen abbauen wollen. Aber die Zielgröße ist im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld herausfordernd", sagte Konzernchef Martin Brudermüller am Mittwoch in Ludwigshafen. "Wenn der Arbeitsmarkt insgesamt zurückgeht, wird das von den Mitarbeitern natürlich vorsichtiger behandelt." Das Unternehmen müsse sehen, wie es dem Ziel näher komme.

"An der gesamten Zielsetzung hat sich nichts geändert: 6000 gelten weltweit, und rund die Hälfte davon gilt für Deutschland", sagte er. 2019 hatte das Unternehmen weltweit bereits 3100 Jobs abgebaut. Bereits vor der Corona-Krise hatte Brudermüller ein Sparprogramm aufgesetzt, um den Konzern profitabler zu machen. Unter anderem will das BASF-Management mit dem Stellenabbau den operativen Gewinn (Ebitda) ab 2021 jährlich um zwei Milliarden Euro verbessern.

BASF verzichte auf betriebsbedingte Kündigungen, sagte Brudermüller. "Das Unternehmen macht ein Angebot, und der Mitarbeiter nimmt es an oder nicht. Hier haben wir bereits eine große Zahl von Verträgen abgeschlossen." Im ersten Halbjahr wurden demnach rund 250 Stellen in Ludwigshafen und rund 850 weltweit gestrichen. Pensionierung und Fluktuation seien ebenfalls Instrumente, mit denen der Personalstand gesteuert werden könne. "Deswegen haben wir, auch wie andere Unternehmen, eine sehr restriktive Einstellungspolitik. Eigentlich stellen wir praktisch niemanden ein, außer in gezielten Fällen."

Zu den Folgen der Corona-Krise sagte Brudermüller, der Konzern habe zu Spitzenzeiten rund 40 000 Menschen im Homeoffice gehabt. "Wir fahren das langsam zurück und überlegen, wie wir das künftig handhaben wollen." Endgültig beschlossen sei nichts. "Aber ich gehe heute davon aus, dass wir ein Hybridmodell haben werden. Wir werden nicht mehr zu dem zurückkehren, was wir einmal hatten, wir werden aber auch nicht alle virtuell zu Hause am Schreibtisch bleiben."

@ dpa.de