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LOS GATOS - Starker Jahresabschluss, ungewisser Ausblick: Der Streaming-Marktführer Netflix oder dem iPhone-Riesen Apple aber gerade erst.

22.01.2020 - 16:18:36

Die Jagd auf den Streaming-König ist eröffnet. Auf dem US-Heimatmarkt macht sich der starke Wettbewerb bereits bemerkbar - plötzlich bläst eine ganze Reihe neuer Rivalen zur Jagd auf Netlix.

oder Hulu Netflix mit ihren Streaming-Services preislich unterbieten - zum Teil erheblich.

Unterschätzen sollte den Marktführer aber keiner. So überraschten Gewinn und Umsatz im Schlussquartal positiv. Netflix erzielte einen Überschuss von 587 Millionen Dollar (530 Mio Euro), im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte die Firma lediglich 134 Millionen verdient. Die Erlöse wuchsen auf 5,5 Milliarden Dollar - ein deutliches Plus von 31 Prozent im Jahresvergleich. Das Unternehmen, das einst mit Serien wie "House of Cards" neue Maßstäbe im Online-TV setzte, gibt mit seinen Inhalten auch heute noch oft genug den Takt vor.

Mit der Serie "The Witcher", die pünktlich zur Weihnachtszeit mit viel Marketingaufwand startete, lieferte Netflix nach eigenen Angaben seine bislang meistgeguckte erste Staffel einer neuen Show. 76 Millionen Kundenkonten hätten das Fantasy-Spektakel in den ersten vier Wochen verfolgt. Jedoch relativiert - abgesehen davon, dass hohe Einschaltquoten für neue Produktionen angesichts der stark gestiegenen Kundenzahl inzwischen leichter erreichbar sind als früher

- eine neue Auswertungsmethode die Erfolgsmeldung. So zählt Netflix

nun alle Kunden als Zuschauer, die einen Inhalt zwei Minuten streamen. Vorher mussten 70 Prozent der Sendung angeschaut werden.

Unabhängig von solchen statistischen Kniffen stehen aber weiterhin viele Netflix-Produktionen bei Kritikern hoch im Kurs. Vergangene Woche erst erhielten 24 von ihnen Oscar-Nominierungen, damit stach der Streaming-Dienst alle anderen Hollywood-Studios aus. Bereits im vorigen Jahr hatte es Netflix mit dem Schwarz-Weiß-Film "Roma" des Mexikaners Alfonso Cuarón erstmals in die prestigeträchtige Top-Sparte "Bester Film" geschafft. In diesem Jahr hat das Unternehmen in dieser begehrten Kategorie mit "The Irishman" und "Marriage Story" gleich doppelte Chancen.

Um die Konkurrenz auf Distanz zu halten, greift Netflix allerdings auch tief in die Tasche. Im vergangenen Jahr leistete sich das Unternehmen ein Produktionsbudget von 15 Milliarden Dollar, 2020 könnte noch mehr ausgegeben werden. Doch auch mit all dem Geld lässt sich nicht alles kaufen. Die Rechte an zwei der beliebtesten Shows hat Netflix verloren - "Friends" wird künftig beim Erzrivalen HBO laufen und "The Office" ab 2021 beim neuen Comcast-Service Peacock.

@ dpa.de