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Transport, Verkehr

LONDON - Nach der erzwungenen Landung eines Linienflugs in Minsk hat ein führender britischer Außenpolitiker das Vorgehen der belarussischen Behörden mit dem Abschuss des Passagierflugzeugs MH17 verglichen.

24.05.2021 - 09:38:28

Britischer Außenpolitiker: Belarus handelt wie Russland. "Dies sind keine leeren Drohungen. Dies sind sehr reale Drohungen von einer Regierung, deren Verbündete und Freunde erst vor wenigen Jahren genau dasselbe getan haben", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im britischen Parlament, Tom Tugendhat, am Montag zu Times Radio. Er verwies damit auf Berichte über angebliche Drohungen der belarussischen Behörden, die Ryanair-Maschine abzuschießen, falls die Piloten die Landung verweigerten.

Tugendhat forderte, Überflüge über Belarus (Weißrussland) zu verbieten. Sie bedeuteten "eine direkte Gefahr für jedes zivile Flugzeug", sagte der Politiker der Konservativen Partei. Russland weist bis heute Vorwürfe zurück, in den Abschuss von Flug MH17 verwickelt zu sein, bei dem im Juli 2014 über der Ukraine 298 Menschen starben. Tugendhat hatte am Vortag gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Deutschland, Irland, Litauen, Lettland, Estland, Polen, Tschechien und den USA die erzwungene Landung als "Akt der Piraterie" sowie "Staatsterror und Entführung" verurteilt.

@ dpa.de

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