BAYER AG, DE000BAY0017

LONDON - Nach dem freien Fall des Aktienkurses will der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer ist vor allem wegen der Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto stark gestiegen.

05.12.2018 - 11:26:25

Bayer will mit höheren Ausschüttungen bei Aktionären punkten

Bayer will sein mittelfristiges Schuldenziel sowie die geplanten Ausschüttungen an die Aktionäre durch ein wieder schnelleres Wachstum und eine höhere Rentabilität erreichen. Es soll also ein größerer Anteil des Umsatzes als Gewinn beim Unternehmen hängen bleiben. Im Zuge dessen soll der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) sich bis 2022 auf rund 8 Milliarden Euro nahezu verdoppeln.

"Diese Mittel wollen wir ebenso wie die Erlöse aus den angekündigten Portfoliomaßnahmen unter anderem dafür einsetzen, weiter die Dividende zu erhöhen und die Nettofinanzverschuldung zu reduzieren", sagte Finanzvorstand Wolfgang Nickl. "Darüber hinaus prüfen wir die Option, einen erheblichen Teil der Erlöse für Aktienrückkäufe einzusetzen." So will sich Bayer vom Geschäft mit Tiergesundheit sowie in der Sparte für rezeptfreie Medikamente von bestimmten Haut- und Fußpflegeprodukten trennen.

Bei den Anlegern kamen die mittelfristigen Ziele und die Aussicht auf höhere Ausschüttungen gut an: Die Bayer-Aktien verringerten ihre Kursverluste am Mittwochvormittag auf zuletzt nur noch rund 0,1 Prozent, was einen Platz im vorderen Drittel des Dax bedeutete. Im bisherigen Jahresverlauf zählen die Papiere allerdings mit einem Minus von mehr als einem Drittel zu den größten Verlierern im deutschen Leitindex. Der Grund sind Aktionärsängste wegen tausender Klagen in den USA, die sich um mutmaßliche Krebsrisiken durch den Unkrautvernichter Glyphosat drehen.

@ dpa.de