VODAFONE, GB00BH4HKS39

LONDON - Mit Blick auf die instabile Weltlage und die Inflation traut sich Vodafone nur einen vorsichtigen Ausblick für das neue Geschäftsjahr zu.

17.05.2022 - 09:21:05

Vodafone schaut zurückhaltend auf neues Geschäftsjahr. So solle im bis Ende März laufenden Zeitraum nun ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen inklusive Leasingkosten (Ebitda AL) zwischen 15 bis 15,5 Milliarden Euro erzielt werden, wie der Telekom-Anbieter am Dienstag in London mitteilte. Gegenüber dem Vorjahreswert könnte das Betriebsergebnis also steigen, aber auch rückläufig sein. Der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) dürfte hingegen um 100 Millionen Euro auf 5,3 Milliarden zurückgehen.

und Telefonica Deutschland hatten hingegen Zugewinne vermeldet.

Kopfschmerzen bereiten dem Vorstand anhaltend die südeuropäischen Länder. In Italien und Spanien gehen die wichtigen Serviceeinnahmen weiter zurück. Auf dem spanischen Markt verzeichnete Vodafone in jedem Quartal des vergangenen Geschäftsjahres einen Rückgang bei Festnetzverträgen. Auch Wettbewerber wie Orange und Masmovil hatten in der Vergangenheit stark in Spanien infolge des harten Wettbewerbs zu kämpfen. Diese wollten zuletzt eine Zusammenlegung ihrer Geschäfte prüfen, hieß es.

Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda AL) stieg bei Vodafone im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro, was auch an einem millionenschweren Rechtsstreit in Italien zugunsten des Unternehmens lag. Auch hier steuert Deutschland maßgeblich zum Gewinn bei - mit einem Anteil von rund 37 Prozent.

Beim Erlös und Betriebsergebnis schnitt Vodafone in etwa ab wie von Analysten erwartet. Für den Nettogewinn hatten die Experten hingegen mit mehr als den erreichten 2,6 Milliarden Euro gerechnet. Im Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch 536 Millionen Euro gemeldet. Unter anderem profitierte Vodafone dieses Mal von deutlich geringeren Einkommenssteuern.

@ dpa.de