Stellantis, NL00150001Q9

LONDON - Die Talfahrt der britischen Autoindustrie geht weiter.

26.11.2021 - 16:32:30

Schlechtester Oktober für britische Autoproduktion seit 65 Jahren. Im Oktober sank die Produktion auf den niedrigsten Wert für diesen Monat seit 65 Jahren, wie der Branchenverband SMMT am Freitag mitteilte. 64 729 Fahrzeuge bedeuteten zudem ein Minus von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Es war der vierte monatliche Rückgang in Folge.

"Diese Zahlen sind äußerst besorgniserregend", sagte SMMT-Chef Mike Hawes. Sie zeigten, wie stark der globale Mangel an Halbleitern die britischen Autohersteller sowie Zulieferer treffe. "Die britische Automobilbranche ist widerstandsfähig, aber da Corona in einigen unserer größten Märkte wieder auftaucht und globale Lieferketten belastet und gestört sind, sind die unmittelbaren Herausforderungen, den Betrieb der Branche aufrechtzuerhalten, immens", sagte Hawes.

Der Anteil alternativer Antriebe stieg indes weiter. 30,9 Prozent aller Fahrzeuge, die im Oktober hergestellt wurden, waren batteriebetrieben, Plug-in-Hybride oder Hybride. "In diesem Jahr haben britische Autobauer mehr als 50 000 emissionsfreie Fahrzeuge produziert und damit die Gesamtzahl der in der gesamten Zeit vor der Pandemie 2019 gebauten Fahrzeuge übertroffen", teilte der Verband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) weiter mit. Die britische Regierung will den Verkauf neuer Verbrenner ab 2030 und neuer Hybride ab 2035 verbieten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Stellantis-Chef wettert gegen Elektroauto-Strategie der EU. Die politischen Vorgaben hätten den Herstellern keine kreative Freiheit gelassen, andere Ideen einzubringen, erklärte Tavares in einem "Handelsblatt"-Interview (Mittwoch). Die Elektroantriebe seien 50 Prozent teurer als die Verbrenner und trieben die Preise für Neuwagen in die Höhe. Damit steige das Risiko, dass die Mittelschicht keine Autos mehr kaufen könne und die Staatskassen überfordert würden. DÜSSELDORF/FRANKFURT - Der Chef des Autokonzerns Stellantis hat die Elektroauto-Strategie der EU scharf kritisiert. (Boerse, 19.01.2022 - 10:47) weiterlesen...

'Batteriehaus' von VW und Bosch - Aufseher Weil: Bund muss mitbieten. Daraus könnte ein Gemeinschaftsunternehmen zur Ausrüstung kompletter Zellfabriken für die Fahrzeugbranche werden, wie die Partner am Dienstag erklärten. Bis zum Jahresende wollen sie dies vorbereiten. Niedersachsens Ministerpräsident und VW -Aufseher Stephan Weil erhofft sich zudem vom Bund mehr Engagement im Wettbewerb um die Standorte. WOLFSBURG/STUTTGART - Volkswagen und sein Großlieferant Bosch wollen mit einem neuen Projekt ihre Kompetenzen im Bau von E-Autos und Fertigungstechnik für Batteriezellen in Europa bündeln. (Boerse, 18.01.2022 - 18:43) weiterlesen...

Weil: Bund muss im Standortwettbewerb um Zellwerke aktiver werden. In Anbetracht der Förderprogramme einiger anderer Länder müsse Berlin nachziehen. "Mein dringender Rat an die Bundespolitik ist, dass Deutschland mithalten sollte", sagte der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag). HANNOVER/FRANKFURT - Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil hat den Bund abermals aufgefordert, im europaweiten Wettbewerb um neue Standorte für Auto-Batteriezellwerke mehr Initiative zu zeigen. (Wirtschaft, 18.01.2022 - 10:33) weiterlesen...

Acea: EU-Automarkt sackt 2021 wegen Chipmangel weiter ab. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Neuzulassungen um 2,4 Prozent auf 9,7 Millionen Autos, wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte. Das ist noch einmal weniger als 2020, als die Pandemie dem Automarkt bereits einen Rekord-Einbruch eingebrockt hat. BRÜSSEL - In der Europäischen Union sind 2021 noch weniger neue Autos zugelassen worden als auf dem Niedrigniveau des Corona-Jahres 2020. (Boerse, 18.01.2022 - 08:04) weiterlesen...