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Computer, Internet

LONDON - Die regierenden Konservativen in Großbritannien haben für die Umbenennung eines Twitter-Accounts beim ersten TV-Duell im Wahlkampf zwischen Premier Boris Johnson und Labour-Chef Jeremy Corbyn mächtig Ärger bekommen.

20.11.2019 - 11:15:24

Britischer Wahlkampf: Kritik an Umbenennung eines Twitter-Accounts. "Es ist unangemessen und irreführend für die Pressestelle der Konservativen, ihren Twitter-Account während dieser Debatte in "factcheckUK" umzubenennen", kritisierte die unabhängige Organisation Full Fact am Mittwoch in dem Kurznachrichtendienst. Dies könne leicht mit Faktencheck-Diensten wie Full Fact oder Fact Check verwechselt werden.

Nach dem Ende der Debatte im Fernsehsender ITV am Dienstagabend und Protesten wegen der neuen Bezeichnung benannte die Pressestelle ihren Account wieder in den ursprünglichen Namen um: "CCHQ Press". Twitter kündigte laut BBC im Wiederholungsfall "entscheidende Gegenmaßnahmen" an. Die Labour-Partei sprach von einem "lachhaften Versuch" der Tories, die Zuschauer zu überlisten. "Man kann ihnen kein Wort glauben." Der Vorsitzende der Konservativen, James Cleverly, wies in einem BBC-Interview hingegen den Vorwurf der Irreführung zurück.

Erst kürzlich hatten die Konservativen wegen eines manipulierten Videos heftige Kritik einstecken müssen. Der als eloquent bekannte Labour-Politiker Keir Starmer ist in einem Clip im ITV-Fernsehen zu sehen, wie er auf die Frage eines Moderators zum Brexit völlig ratlos in die Kamera blickt und schweigt. Aufzeichnungen der Sendung beweisen aber, dass Starmer sofort eine Antwort parat hatte.

Die Briten werden am 12. Dezember ein neues Parlament wählen. Für ihre Antworten im ersten TV-Duell ernteten Johnson und Corbyn am Dienstagabend auch viel Spott und Gelächter. Nach einer Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov war das Publikum in ungefähr gleiche Teile in der Frage gespalten, wer das Duell für sich entscheiden konnte. Für Johnson, der als klarer Favorit in die Auseinandersetzung gegangen war, dürfte das eine Enttäuschung sein.

@ dpa.de

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