Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Alphabet C-Aktie, US02079K1079

LONDON - Die G7-Finanzminister wollen sich bei ihrem ersten persönlichen Treffen seit 2019 vor allem die Digitalsteuer vornehmen.

04.06.2021 - 06:34:01

G7-Finanzminister besprechen Digitalsteuer. Dabei geht es darum, dass Internet-Riesen wie Amazon oder Google nicht nur am Firmensitz Steuern zahlen sollen, sondern auch dort, wo sie Umsätze erzielen. Der britische Finanzminister Rishi Sunak betonte die Notwendigkeit, dass die Steuersätze die wirtschaftliche Tätigkeit der Konzerne widerspiegeln.

Für Deutschland nimmt Bundesfinanzminister Olaf Scholz an dem Treffen in London teil, das auch der Vorbereitung des G7-Gipfels der Staats- und Regierungschefs vom 11. bis 13. Juni in Cornwall dient. Erstmals in der Ministerrunde dabei ist die neue US-Finanzministerin Janet Yellen. Außer Großbritannien, Deutschland und den USA sind auch Frankreich, Italien, Japan und Kanada Mitglieder der G7, wie sich die Gruppe sieben führender demokratischer Wirtschaftsmächte nennt.

Scholz kündigte in einem Video-Statement an: Die Finanzminister wollten bei dem Treffen das Problem lösen, "dass die großen globalen Digitalplattformen nur sehr wenig zur Finanzierung der Gemeinwesen beitragen, in denen sie den größten Teil ihrer Gewinne und Umsätze machen".

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnte vor einem europäischen Sonderweg bei der Digitalsteuer. "Eine zusätzliche, rein europäische Abgabe wäre kontraproduktiv", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang der Zeitung "Welt". Notwendig sei ein einheitliches weltweites Steuersystem für Unternehmensgewinne, das den Herausforderungen der Digitalisierung Rechnung trage. Die G7-Finanzminister müssten jetzt die Weichen für die anstehende internationale Einigung über eine globale Mindeststeuer für Unternehmensgewinne stellen.

Auch beim deutschen Digitalverband Bitkom setzt man auf eine weltweite Einigung. "Nur durch eine international einvernehmliche Lösung kann eine durch nationale Alleingänge drohende Doppelbesteuerung internationaler Geschäftsaktivitäten begrenzt werden", sagte Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder der "Welt".

Mit der neuen US-Regierung ist Bewegung in die lange festgefahrene Debatte um eine globale Steuerreform mit Mindeststeuern für große Konzerne gekommen. Die Chancen auf eine Einigung ist gewachsen nach einem Vorschlag der US-Regierung, einen weltweiten Mindeststeuersatz von wenigstens 15 Prozent einzuführen. Eine Einigung noch in diesem Sommer wurde zuletzt für möglich gehalten. Die globale Mindeststeuer für international tätige Unternehmen soll dem globalen Wettrennen um den niedrigsten Steuersatz ein Ende setzen.

Scholz sagte weiter, er wolle sich bei dem Treffen zudem dafür einsetzen, dass über das Impfprogramm Covax mehr Impfstoffe für den globalen Süden zur Verfügung gestellt werden. Ein weiteres wichtiges Thema des Treffens sei der Klimaschutz. Und es solle eine globale Mindeststeuer vereinbart werden, kündigte Scholz an.

Scholz' Amtskollege Sunak sagte, er sei zuversichtlich, dass die Partner bei den zweitägigen Beratungen einige konkrete Handlungen vereinbaren würden. Mit Blick auf die Folgen der Corona-Pandemie betonte er: "Gemeinsam können wir echte Veränderungen erreichen und helfen, die internationale Gemeinschaft durch die nächste Phase der Erholung zu steuern."

Die Minister wollen zudem Klimarisiken besprechen sowie die weitere Unterstützung von Entwicklungsländern. In den Fokus nehmen sie dabei auch das Geschäft mit Umweltverbrechen wie dem Handel mit Wildtieren und illegalen Holzeinschlag. Damit werden Schätzungen zufolge Hunderte Milliarden Dollar verdient.

Ob nach dem Treffen am Freitag Ergebnisse öffentlich werden, war zunächst unklar.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Mehrheit der Internetnutzer zu nachlässig beim Online-Schutz. Fast drei Fünftel (59 Prozent) aller Internetnutzer gehen nach dem aktuellen Sicherheitsindex der Initiative "Deutschland sicher im Netz" (DsiN) zu nachlässig mit Schutzvorkehrungen bei Online-Diensten um. Nur jeder Zweite prüft demnach die Zugriffsrechte seiner Apps (50 Prozent), nur knapp jeder Dritte nutzt einen Passwortmanager (31 Prozent). BERLIN - Obwohl die Menschen in Deutschland immer besser über Gefahren aus dem Internet informiert sind, verzichtet die Mehrheit auf wirksame Schutzmaßnahmen. (Boerse, 17.06.2021 - 11:09) weiterlesen...

Medienregulierer überprüfen Google News Showcase auf Transparenz. Man werde prüfen, ob das Angebot seine Zugangsbedingungen gemäß Medienstaatsvertrag transparent gemacht hat, teilten die Landesmedienanstalten am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Auf dem seit Herbst 2020 von Google in Deutschland angebotenen Portal Google News Showcase werden Inhalte von teilnehmenden Presseverlagen präsentiert. BERLIN - Deutsche Medienregulierer überprüfen das Angebot Google News Showcase. (Boerse, 16.06.2021 - 14:31) weiterlesen...

POLITIK: Medienregulierer beanstanden Bund-Google-Kooperation. Die Beanstandung gegen Google wurde wegen Verletzung der im Medienstaatsvertrag festgeschriebenen Diskriminierungsfreiheit ausgesprochen, wie die Medienregulierer am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. BERLIN - Die Landesmedienanstalten haben eine Kooperation zwischen Google und dem Bundesgesundheitsministerium zu einem Gesundheitsportal im Netz beanstandet. (Boerse, 16.06.2021 - 09:53) weiterlesen...

Erster IBM-Quantencomputer Europas steht im Südwesten. Das hochkomplexe und ultraschnelle System wurde am Dienstag am Deutschlandsitz des IT-Unternehmens in Ehningen vorgestellt und soll unter dem Dach der Fraunhofer-Gesellschaft dazu genutzt werden, die Technologie und die Anwendungsszenarien weiter zu erforschen. Außerdem sollen mit dem Hochleistungsrechner bundesweit Kompetenzen in Wirtschaft und Wissenschaft aufgebaut und damit internationale Wettbewerbsvorteile geschaffen werden. EHNINGEN - Das Potenzial von Quantencomputern für Wissenschaft und Wirtschaft ist enorm - nun hat der auf diesem Gebiet mit führende US-Konzern IBM die erste dieser Anlagen in Europa platziert. (Wirtschaft, 15.06.2021 - 15:48) weiterlesen...

Britische Kartellwächter prüfen Smartphone-Markt mit Google und Apple. Google und Apple hätten faktisch eine Duopol-Position bei Betriebssystemen, App-Stores und Webbrowsern, erklärte die Kartellbehörde Competition and Markets Authority (CMA) am Dienstag. Sie wolle nun prüfen, ob dies Innovationen bremse und höhere Preise für Verbraucher zur Folge habe. LONDON - Britische Wettbewerbshüter nehmen den Smartphone-Markt mit seinen nur noch zwei großen Plattformen unter die Lupe. (Boerse, 15.06.2021 - 14:48) weiterlesen...

Erster IBM-Quantencomputer Europas vorgestellt. Das hoch komplexe System wurde am Dienstag am Deutschlandsitz des IT-Unternehmens in Ehningen vorgestellt. Unter dem Dach der Fraunhofer-Gesellschaft soll es in den kommenden Jahren dazu genutzt werden, die Technologie und die Anwendungsszenarien der Quantentechnologie weiter zu erforschen. Außerdem sollen mit dem Hochleistungsrechner bundesweit Kompetenzen in Wirtschaft und Wissenschaft aufgebaut und damit internationale Wettbewerbsvorteile geschaffen werden. EHNINGEN - Das Potenzial von Quantencomputern für Wissenschaft und Wirtschaft ist enorm - nun hat der auf diesem Gebiet mit führende US-Konzern IBM die erste solche Anlage in Europa platziert. (Boerse, 15.06.2021 - 14:41) weiterlesen...