Ernährung, Produktion

LONDON - Die britische Fleischindustrie hat die Umsetzung eines Sondervisaprogramms kritisiert.

15.12.2021 - 06:29:30

Britische Sondervisa für Metzger: Branche kritisiert Regierung. "Die Anzahl sowie Geschwindigkeit bei der Bearbeitung von Notfallvisa für Metzger war bisher enttäuschend", teilte der Branchenverband British Meat Processors Association (BMPA) der Deutschen Presse-Agentur mit. Vermutlich würden nur wenige dringend benötigte Fachkräfte im Dezember ins Land kommen. "Die große Frage ist, ob sich überhaupt viele dazu entscheiden, so kurz vor Weihnachten nach Großbritannien zu kommen, oder ob sie bis zum neuen Jahr warten", hieß es weiter. Zu Weihnachten erwartet der Verband deshalb weniger Produktvielfalt in den Regalen.

Nach dem Brexit hatte die britische Regierung die Einwanderungsregeln erheblich verschärft. Das hemmt den Zuzug von Fachkräften aus der EU. Daraufhin klagten etwa Truthahnzüchter und Schweinebauern über fehlende Arbeiter in den Schlachthöfen. Der Rückstau sei enorm, die Versorgung nicht gesichert. Zahlreiche Tiere mussten gekeult werden, weil auf den Bauernhöfen kein Platz mehr war. Die Regierung kündigte befristete Sondervisa für bis zu 5500 Geflügelfleischverarbeiter und 800 Schweinemetzger an. Wie viele ausländische Fachkräfte dieses Angebot angenommen haben, ist nach wie vor unklar. Die Regierung machte keine Angaben, dem BMPA liegen keine Zahlen vor.

Die Bewerbungsfrist bis zum 31. Dezember sei viel zu knapp, um geeignete Bewerber zu finden, und müsse verlängert werden, forderte der Verband. Die Regierung habe kein Verständnis für den enormen Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt durch Brexit und Corona-Pandemie. Facharbeiter, wie sie akut benötigt würden, gebe es in Großbritannien derzeit nicht. "Es wird zwei Jahre dauern, um Briten zu rekrutieren und auszubilden", betonte der BMPA. "Kapazität und Arbeitsmoral der britischen fleischverarbeitenden Industrie leiden unter dem chronischen Arbeitskräftemangel."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Selenskyj bereitet Ukrainer auf längeren Krieg vor. In seiner Videoansprache vom Mittwochabend machte er den Menschen in den russisch besetzten Gebieten im Süden Hoffnung, dass die Ukraine sie befreien werde. KIEW - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereitet die Bevölkerung seines von Russland angegriffenen Landes auf einen längeren Krieg vor. (Wirtschaft, 18.05.2022 - 23:50) weiterlesen...

US-Bundesstaat New York wirft Amazon Diskriminierung vor. Der Konzern benachteilige Schwangere und Menschen mit Behinderungen, erklärte New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul am Mittwoch. Amazon äußerte sich auf Nachfrage zunächst nicht dazu. Das Unternehmen hat im Bundesstaat laut Regierungsangaben mehr als 39 000 Beschäftigte. ALBANY - Der weltgrößte Online-Versandhändler Amazon ist im US-Bundesstaat New York mit einer Diskriminierungsklage konfrontiert. (Boerse, 18.05.2022 - 23:49) weiterlesen...

Selenskyj sagt Opfern der russischen Besatzung Hilfe zu. Er habe ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet, sagte Selenskyj am Mittwoch in seiner abendlichen Videoansprache. Details nannte er nicht. Die Hilfe gelte auch für "alle Gefangenen des Kreml", wie er sich ausdrückte, auf der Krim oder im russisch besetzten Teil des Donbass. KIEW - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat allen Opfern der russischen Besatzung in seinem Land besondere Hilfen des Staates zugesagt. (Wirtschaft, 18.05.2022 - 23:34) weiterlesen...

Mehr Geld und freie Tage für Kita-Erzieher. Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb verständigten sich am Mittwochabend mit den kommunalen Arbeitgebern auf zusätzliche Entlastungstage und monatliche Zulagen für die rund 330 000 Beschäftigten. Das teilten die Tarifpartner nach mehr als zwölfstündigen Verhandlungen in Berlin mit. BERLIN - Im Tarifstreit der kommunalen Sozial- und Erziehungsdienste hat es einen Durchbruch gegeben. (Boerse, 18.05.2022 - 23:17) weiterlesen...

Einigung in Tarif-Streit: Mehr Geld und freie Tage für Kita-Erzieher. Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb verständigten sich am Mittwochabend mit den kommunalen Arbeitgebern auf zusätzliche Entlastungstage und monatliche Zulagen für die Beschäftigten. Das teilten die Tarifpartner nach rund zwölfstündigen Beratungen in Berlin mit. BERLIN - In den Tarifverhandlungen für rund 330 000 kommunale Kita-Erziehungskräfte und andere Beschäftigte in sozialen Berufen hat es einen Durchbruch gegeben. (Wirtschaft, 18.05.2022 - 22:58) weiterlesen...

Kita-Tarifverhandlungen dauern an - Entscheidung absehbar (aktualisierte Fassung) (Wirtschaft, 18.05.2022 - 22:32) weiterlesen...