Facebook Inc, US30303M1027

LONDON - Der kommissarisch amtierende Chef der umstrittenen Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica gibt den Posten nach nur drei Wochen wieder auf.

11.04.2018 - 21:47:22

Amtierender Chef vom Cambridge Analytica gibt Posten auf. Alexander Tayler werde in seinen vorherigen Job des Daten-Verantwortlichen zurückkehren, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Cambridge Analytica machte einen Zusammenhang mit dem aktuellen Facebook -Datenskandal deutlich: Tayler werde sich auf diverse technische Untersuchungen und Nachfragen fokussieren. Darüber, wie nun der Chefposten besetzt werde, gab es zunächst keine Angaben.

Cambridge Analytica machte einen Zusammenhang mit dem aktuellen Facebook-Datenskandal deutlich: Tayler werde sich auf diverse technische Untersuchungen und Nachfragen fokussieren. Darüber, wie nun der Chefposten besetzt werde, gab es zunächst keine Angaben.

Cambridge Analytica steht im Mittelpunkt des Datenskandals: Die Firma, die 2016 auch für das Wahlkampfteam von Donald Trump gearbeitet hatte, verschaffte sich Zugang zu Daten von Dutzenden Millionen Facebook-Nutzern. Ein App-Entwickler hatte Cambridge Analytica vor mehr als vier Jahren Informationen der Teilnehmer einer Umfrage sowie ihrer Facebook-Freunde verkauft. Diese Transaktion sei unrechtmäßig gewesen, betont das Online-Netzwerk. Facebook geriet in die Kritik, weil das Online-Netzwerk seit Ende 2015 davon wusste, aber die Nutzer nicht unterrichtete.

Der langjährige Chef von Cambridge Analytica, Alexander Nix, war im März suspendiert worden. Er hatte unter anderem vor versteckter Kamera eines Reporters damit geprahlt, dass Cambridge Analytica auch zu Erpressung greifen würde, um den Ausgang von Wahlen zu beeinflussen. Nix rechtfertigte sich später, er habe bei dem Gespräch nur «mitgespielt».

@ dpa.de

Weitere Meldungen

EU-Verbraucherkommissarin: Verliere Geduld mit Facebook. "Ich will nicht verbergen, dass ich ziemlich ungeduldig werde", sagte EU-Verbraucherschutzkommissarin Vera Jourova am Donnerstag in Brüssel. Die Beratungen liefen bereits seit gut zwei Jahren. Facebook habe nun bis Ende des Jahres Zeit, um alle Bedenken auszuräumen. Andernfalls könnten die nationalen Behörden Strafen verhängen. BRÜSSEL - Die EU-Kommission erhöht den Druck auf das Online-Netzwerk Facebook wegen der mangelhaften Anwendung von europäischen Verbraucherschutzregeln. (Boerse, 20.09.2018 - 12:36) weiterlesen...

Studie: Facebooks Kampf gegen Falschinformation könnte Wirkung zeigen. Zumindest "vorübergehend" sei der Umfang an Falschinformationen vermutlich zurückgegangen, erklärten Wissenschaftler der Stanford und der New York University. Die absolute Menge an Fake-News sei jedoch sowohl bei Facebook als auch auf Twitter weiterhin groß, betonen die Forscher. Und bei der Verbreitung spiele Facebook eine sehr große Rolle. BERLIN - Facebooks Bemühen gegen die Verbreitung von Falschinformationen in seinem Sozialen Netzwerk nach den US-Wahlen 2016 könnte laut einer neuen Studie tatsächlich Früchte getragen haben. (Boerse, 19.09.2018 - 13:38) weiterlesen...

Bürgerrechtler: Facebook-Stellenanzeigen ermöglichen Diskriminierung. Das soziale Netzwerk ermögliche Arbeitgebern, Job-Angebote gezielt ausschließlich an Männer oder Frauen zu richten, obwohl dies gesetzlich verboten sei, argumentieren die Bürgerrechtler in einem am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Dokument. NEW YORK - Die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU hat bei der Gleichstellungsbehörde eine Beschwerde gegen Facebook im Zusammenhang mit Diskriminierung bei Stellenanzeigen eingereicht. (Boerse, 19.09.2018 - 12:06) weiterlesen...