Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

PSA, FR0000121501

LONDON / BERGISCH GLADBACH - Mit seinen Plänen für ein Verbrennerverbot setzt der britische Premierminister Boris Johnson nach Ansicht von Autoexperte Stefan Bratzel die Industrie im Vereinigten Königreich unter Druck.

18.11.2020 - 05:38:30

Autoexperte: Britisches Verbrennerverbot setzt Hersteller unter Druck. Es sei "ein starkes Signal" für die britischen Autobauer, ihre Aktivitäten in Sachen Elektromobilität zu verstärken, sagte Bratzel der Deutschen Presse-Agentur. "Bislang sind die dortigen Autobauer jetzt nicht so stark bekannt für das Thema Elektromobilität." Ausnahme sei Nissan , die Japaner stellen in Großbritannien zahlreiche Fahrzeuge auch für den EU-Markt her.

Johnson will von 2030 an den Verkauf von Dieselwagen und Benzinern verbieten. Damit schwenke ein großer Markt auf Elektromobilität um - "und das ist wiederum ein Signal an den Kontinent und an die Hersteller", sagte Bratzel. "Wenn so ein großer Markt relativ schnell eine Wende einläutet, dann kann das einen Dominoeffekt auslösen."

Die deutschen Hersteller müssten angesichts der Ankündigung aber keine Angst vor der britischen Konkurrenz haben, sagte der Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach. "Das sehe ich im Moment überhaupt nicht." Die deutsche Autoindustrie habe den Wandel hin zur Elektromobilität ebenfalls eingeleitet und sei "im Aufholprozess". Eine echte britische Automobilindustrie oder größere Kompetenzen als hierzulande gebe es zudem gar nicht. "Also ich glaube nicht, dass man dann Angst vor den Briten haben müsste."

Außerdem bedrohe ein möglicher No-Deal-Brexit, also ein EU-Austritt des Vereinigten Königreichs ohne Handelsabkommen, die Branche in Großbritannien. Der Handel werde dadurch ebenso erschwert wie der Austausch und Einsatz von Personal, der zeitliche Aufwand nehme zu. "Die Kosten steigen", sagte der Experte. "Das sind keine wirklich guten Rahmenbedingungen für die Entwicklung einer britischen Autoindustrie."

Zumal die Branche in Großbritannien noch stärker unter Druck stehe, weil sie unter Brexit-Bedingungen nun auch noch den Wandel hin zur Elektromobilität erreichen müsse. "Das sind keine guten Voraussetzungen", sagte Bratzel. "Der No-Deal-Brexit schafft mehr Probleme, als dass er Dinge löst." Premier Johnson habe "eher einen Pyrrhussieg auch für die britische Autoindustrie erzielt", sagte Bratzel. Es wäre nachvollziehbar, wenn sich etwa japanische Hersteller, die große Werke in Großbritannien haben, Gedanken machten, Produktion in die EU zu verlagern.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Deutscher Autobestand wächst trotz schleppender Neuwagenverkäufe. Trotz schleppender Neuwagenverkäufe wuchs die Gesamtflotte bis Anfang Oktober um rund 460 000 auf 48,176 Millionen Fahrzeuge, wie das Duisburger CAR-Institut anhand von Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes berichtet. Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer rechnet zwar noch mit einem leichten Rückgang wie er zum Jahresende üblich sei. Dennoch werde es zum Jahreswechsel mehr als 400 000 Autos mehr auf deutschen Straßen geben als ein Jahr zuvor. DUISBURG/FRANKFURT - In der Corona-Krise wollen die Menschen in Deutschland noch weniger auf ihr Auto verzichten als zuvor. (Boerse, 05.12.2020 - 09:30) weiterlesen...

Autobauer: Deutscher Markt dieses Jahr um ein Fünftel geschrumpft. Davon geht der Verband der Automobilindustrie aus. "Wir erwarten für das Gesamtjahr 2020 ein Volumen von rund 2,9 Millionen Neuzulassungen", teilte die Präsidentin Hildegard Müller am Donnerstag mit. Sie führte den Rückgang um 20 Prozent allein auf die Corona-Krise zurück. Im November lagen die Neuzulassungen mit 290 200 drei Prozent unter dem Vorjahreswert. BERLIN - Die Deutschen kaufen in diesem Jahr ein Fünftel weniger Autos als noch 2019. (Boerse, 03.12.2020 - 11:04) weiterlesen...

Ladenetz für E-Autos: VDA fordert mehr Tempo - neues Ranking. VDA-Präsidentin Hildegard Müller sagte vor einem digitalen Spitzengespräch von Bundesregierung und Wirtschaft am Donnerstag, um das Ziel von einer Million öffentlicher Ladepunkte bis 2030 zu erreichen, seien künftig rund 2000 neue öffentliche Ladepunkte pro Woche nötig. BERLIN - Der Verband der Automobilindustrie fordert mehr Tempo beim Ausbau des Ladenetzes für Elektroautos. (Boerse, 03.12.2020 - 06:00) weiterlesen...

Immer mehr E- und Hybridautos auf deutschen Straßen. Mehr als jeder fünfte Pkw, der zwischen Januar und Oktober neu zugelassen wurde, fährt mit Strom oder Gas, wie aus einem Bericht der Deutschen Energie Agentur (Dena) vom Dienstag hervorgeht. Demnach hat sich ihr Marktanteil im Vergleich zum vergangenen Jahr verdoppelt: 2019 machten alternative Antriebe nicht einmal zehn Prozent bei den Neuzulassungen aus. BERLIN - Alternative Antriebe werden bei deutschen Autokäufern immer beliebter. (Wirtschaft, 01.12.2020 - 12:01) weiterlesen...

Studie: Nur noch geringer Rabatt auf Neuwagen in diesem Jahr. Im November haben sich die Hersteller bei der Verkaufsförderung stark zurückgehalten, wie aus der regelmäßigen Marktstudie des Duisburger CAR-Instituts hervorgeht. Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer vermutet, dass die Hersteller in der Corona-Krise mit Hilfe des Kurzarbeitergelds die Produktion kostengünstig heruntergefahren haben und in diesem Jahr die Neuzulassungsverluste nicht mehr ausgleichen wollen. DUISBURG/FRANKFURT - Autokäufer dürfen in diesem Jahr nicht mehr auf allzu hohe Rabatte bei Neuwagen hoffen. (Boerse, 29.11.2020 - 13:55) weiterlesen...