Haushalt, Steuern

LONDON - Angesichts explodierender Lebenshaltungskosten will die britische Regierung Energieunternehmen mit einer Sondersteuer belegen und Verbraucher entlasten.

26.05.2022 - 14:44:25

Britische Regierung kündigt Sondersteuer für Energieriesen an. Der Plan, den Finanzminister Rishi Sunak am Donnerstag im Parlament in London vorlegte, sieht vor, dass durch die vorübergehende Abgabe im Laufe des kommenden Jahres 5 Milliarden britische Pfund (knapp 6 Mrd Euro) in die Staatskasse gespült werden. Öl- und Gasunternehmen müssen demnach ihre Gewinne mit 25 Prozent versteuern. Freibeträge soll es für Investitionen geben. Die Steuer solle so lange erhoben werden, bis die Energiepreise wieder ein normales Niveau erreichen, sagte der Schatzkanzler.

Haushalte sollen im Gegenzug in diesem Jahr um 400 Pfund entlastet werden. Acht Millionen Rentner sollen darüber hinaus mit 300 Pfund unterstützt werden. Für bestimmte Sozialhilfeempfänger soll es eine weitere Entlastung von 650 Pfund geben.

"Wir müssen sicherstellen, dass für diejenigen, für die es zu schwierig wird und deren Risiken zu hoch sind, Unterstützung da ist", sagte der konservative Politiker. Sunak fügte hinzu: "Diese Regierung wird nicht Däumchen drehen, während in unserem Land die Gefahr herrscht, dass manche so sehr unter die Räder kommen, dass sie sich nie wieder erholen."

Die Energiepreise in Großbritannien sind zum 1. April wegen der Anhebung des staatlichen Preisdeckels massiv in die Höhe geschossen. Eine weitere Erhöhung wird im Oktober erwartet. Der Aufsichtsbehörde Ofgem zufolge müssen britische Haushalte dann mit einer durchschnittlichen Strom- und Gasrechnung von 2800 Pfund im Jahr rechnen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Ozeankonferenz: UN kündigt Hilfe für Küsten- und Inselstaaten an. Man werde diesen Ländern helfen, die jährlichen sozioökonomischen Verluste in Höhe von insgesamt rund einer Billion US-Dollar auszugleichen, die durch Missmanagement der Ozeane verursacht würden, teilte das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) am Dienstag auf der zweiten UN-Ozeankonferenz in Lissabon mit. Diese Verluste entsprechen fast dem Bruttoinlandsprodukt Spaniens. LISSABON - Die Vereinten Nationen haben Unterstützung für einhundert Küsten- und Inselstaaten angekündigt, die extrem unter der Verschmutzung, der Überfischung und der Erwärmung der Weltmeere leiden. (Boerse, 28.06.2022 - 17:37) weiterlesen...

Scholz: Geben pro Jahr 70 bis 80 Milliarden für Verteidigung aus. Was am Ende herauskomme, werde man nach dem anstehenden Nato-Gipfel wissen, sagte Scholz am Dienstag nach Abschluss des dreitägigen G7-Gipfels auf Schloss Elmau in Bayern in der ARD. "Aber eines kann jeder jetzt schon wissen: Alles, was wir mit unserem großen Anteil beitragen müssen, werden wir auch mit unserem großen Anteil beitragen." Und da gehe es um die Einsatzfähigkeit des Bündnisses insgesamt, betonte er. ELMAU - Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat einen "großen Anteil" Deutschlands bei der Stärkung der Nato angekündigt. (Wirtschaft, 28.06.2022 - 16:20) weiterlesen...

Merz fordert: Keine neuen Leistungsversprechen. "Sie will alles zugleich haben und macht dafür immer höhere Schulden. Wir kommen jetzt in eine Zeit, in der es gar nicht anders geht, als neue Prioritäten zu setzen. Und die eigentliche Priorität müsste unsere Freiheit, müsste unsere Sicherheit sein, und alles andere müsste dem nachstehen", sagte der CDU-Vorsitzende am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin" mit Blick auf die verschärfte Sicherheitslage infolge des russischen Überfalls auf die Ukraine. BERLIN - Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat die Bundesregierung vor neuen sozialen Wohltaten gewarnt und ein Gesamtkonzept für die Krise gefordert. (Boerse, 28.06.2022 - 09:00) weiterlesen...

Breite Ablehnung für Scholz-Vorschlag einer Arbeitgeber-Einmalzahlung. "Es muss beantwortet werden, warum Menschen mit sehr hohen Einkommen, in Unternehmen, die gute Gewinne machen, staatliche Unterstützung erhalten sollen", sagte der Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch dem Ippen-Media-Netzwerk. Es bleibe zudem offen, wie etwa Solo-Selbstständigen oder Arbeitnehmern in nicht-tarifgebundenen Betrieben geholfen werden solle. BERLIN - Der Plan von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) für eine steuerfreie Einmalzahlung an Beschäftigte im Kampf gegen die Inflation stößt auf breite Ablehnung, darunter auch beim grünen Koalitionspartner. (Wirtschaft, 28.06.2022 - 06:13) weiterlesen...

Gewerkschaften lehnen Einmalzahlung gegen die Inflation ab. "Einmalzahlungen bringen uns da nicht weiter", sagte Verdi-Chef Frank Werneke am Montag in der Sendung "Radiowelt" auf Bayern 2. Auch die IG Metall und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) lehnten die Idee ab. BERLIN - Von den Gewerkschaften schlägt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) für seinen Plan einer Einmalzahlung im Kampf gegen die Inflation Ablehnung entgegen. (Boerse, 27.06.2022 - 18:59) weiterlesen...

Coronahilfen laufen aus - Regierung: Insolvenzwelle verhindert. Die Bundesregierung zog ein positives Fazit. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wurden insgesamt fast 5 Millionen Anträge auf Zuschüsse sowie rund 170 000 Anträge auf Kredite gestellt. Seit Frühjahr 2020 entfielen demnach allein auf Zuschüsse, Kredite, Rekapitalisierungen und Bürgschaften insgesamt rund 130 Milliarden Euro. BERLIN - Die milliardenschweren staatlichen Corona-Hilfen für Unternehmen laufen Ende Juni aus. (Wirtschaft, 27.06.2022 - 18:23) weiterlesen...