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JBS SA, BRJBSSACNOR8

Lösegeld-Hacker fordern 70 Millionen Dollar für Generalschlüssel

05.07.2021 - 16:51:03

und dem Autobauer Renault betroffen.

Damals schien sich die Schadsoftware allerdings eher unkoordiniert von Computer zu Computer auszubreiten - und nach Einschätzung einiger Experten ging es den Hackern mehr ums Stören als ums Geldverdienen. Die Hacker lebten hauptsächlich davon, dass hin und wieder ein verzweifelter Verbraucher sich auf die Lösegeld-Forderung einließ. Inzwischen steckt hinter den Attacken eine professionell organisierte Untergrund-Industrie, die zielgerichtet den maximalen Profit herausschlagen will.

Entsprechend prominent sind die Angriffsziele in diesem Jahr. Wenige Wochen vor dem Fleischkonzern JBS traf es den Betreiber einer der wichtigsten Benzinpipelines in den USA. Der Stopp der Pumpen sorgte zum Teil für Panikkäufe an der US-Ostküste. Die Betreiberfirma Colonial zahlte den Hackern 4,4 Millionen Dollar - gut die Hälfte davon wurde allerdings wenig später vom FBI im Netz beschlagnahmt.

Ein dramatisches Detail im aktuellen Fall ist, dass die Schwachstelle bei Kaseya bereits von niederländischen Sicherheitsforschern entdeckt worden war - und sie zusammen mit dem Unternehmen daran arbeiteten, sie zu schließen. "Unglücklicherweise wurden wir im Schlussspurt von REvil geschlagen", schrieben die Experten in einem Blogeintrag.

"Lieferketten müssen auch unter dem Aspekt der IT-Sicherheit in den Fokus rücken", forderte BSI-Präsident Arne Schönbohm am Montag. "Der Vorfall zeigt, wie intensiv die globale Vernetzung in der Digitalisierung voranschreitet und welche Abhängigkeiten dabei entstehen."

@ dpa.de