Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Einzelhandel, Produktion

Lockdown trifft Einzelhandel zu Jahresbeginn hart

02.03.2021 - 16:32:09

Lockdown trifft Einzelhandel zu Jahresbeginn hart. WIESBADEN - Der Corona-Lockdown hat die Geschäfte vieler Einzelhändlern in Deutschland zu Beginn des Jahres 2021 belastet. Bereinigt um Preiserhöhungen (real) setzten die Unternehmen im Januar 4,5 Prozent und nominal 3,9 Prozent weniger um als im Dezember 2020, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Zur Bekämpfung der Pandemie war das öffentliche Leben eingeschränkt worden. Abgesehen von Geschäften des täglichen Bedarfs sind Einzelhandelsgeschäfte seit dem 16. Dezember 2020 geschlossen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Umsatz real um 8,7 Prozent und nominal um 7,4 Prozent.

Besonders hart traf es erneut den Textilhandel, die Erlöse brachen real um 76,6 Prozent gegenüber Januar 2020 ein. Der Online- und Versandhandel profitierte dagegen deutlich von den Geschäftsschließungen und setzte 31,7 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Auch der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren machte bessere Geschäfte (plus 4,3 Prozent). Möbelhändler und Heimwerkermärkte verzeichneten hingegen einen deutlichen Umsatzrückgang (43,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat.

"Nie zuvor gab es derart auseinanderlaufende Entwicklungen im Einzelhandel", teilte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Dienstag mit. "Der Lockdown treibt die Umsätze im Online-Handel nach oben und stürzt vor allem den stationären Modehandel in ein tiefes Tal der Tränen." Erneut forderte er eine Öffnungsstrategie der Bundesregierung. "Die Branche hat mit ihren funktionierenden Hygienekonzepten bewiesen, dass geöffnete Ladentüren und Pandemiebekämpfung kein Widerspruch sind."

Unterstützung bekam Genth aus der Immobilienwirtschaft. Der Präsident des Spitzenverbands Zentraler Immobilienausschuss (ZIA), Andreas Mattner, forderte ebenfalls zeitnahe Öffnungen des Handels. Er schlug außerdem vor, dass der Handel von Montag bis Freitag morgens eine Stunde Öffnungszeit für Menschen über 60 reserviert, bis Ostern auf große Rabattaktionen sowie Wiedereröffnungswerbung verzichtet und Testmöglichkeiten "operationell" fördert. "Die heute viel umfangreicheren Testmöglichkeiten und der Fortschritt der Impfkampagne schaffen den Raum für Öffnungen, ohne dass wir die Kontrolle über das Infektionsgeschehen verlieren", sagte Mattner.

Die Verbände betonen immer wieder, der Handel sei kein Treiber des Infektionsgeschehens. Tatsächlich bewertet das Robert Koch-Institut (RKI) das Infektionsrisiko im Einzelhandel sowie dessen Beitrag zum Infektionsgeschehen als "niedrig" - so steht es in einem Mitte Februar 2021 veröffentlichten Strategiepapiers des RKI. Eine generelle Öffnung des Einzelhandels über die Geschäfte des täglichen Bedarfs hinaus empfiehlt das Papier deswegen aber nicht.

Öffnen sollen Geschäfte demnach erst, wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis mindestens unter 50 liegt und mindestens 60 Prozent der Kontaktpersonen bei Infektionsfällen nachverfolgbar sind. Und selbst dann empfiehlt das RKI, Geschäfte nur mit Schutzkonzepten und Zugangsbeschränkungen zu öffnen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

BDI bekräftigt Forderung nach Öffnungsperspektiven für die Wirtschaft. Es brauche eine konsequente Öffnungsstrategie, die die Wirtschaft gänzlich einbeziehe, sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm am Dienstag laut einer Mitteilung. Nur so könnten das Wirtschaftswachstum angekurbelt und Existenzen gesichert werden. BERLIN - Der Industrieverband BDI fordert in der Corona-Pandemie Öffnungsperspektiven auch für die Wirtschaft. (Boerse, 11.05.2021 - 15:46) weiterlesen...

TAKKT AG: Hauptversammlung beschließt Dividendenzahlung von 1,10 Euro je Aktie - Aufsichtsrat dankt Felix Zimmermann für langjährige erfolgreiche Tätigkeit. TAKKT AG: Hauptversammlung beschließt Dividendenzahlung von 1,10 Euro je Aktie - Aufsichtsrat dankt Felix Zimmermann für langjährige erfolgreiche Tätigkeit TAKKT AG: Hauptversammlung beschließt Dividendenzahlung von 1,10 Euro je Aktie - Aufsichtsrat dankt Felix Zimmermann für langjährige erfolgreiche Tätigkeit (Boerse, 11.05.2021 - 15:42) weiterlesen...

Fairtrade-Pionier Gepa kann in Corona-Krise Umsatz halten. Zweistellige Absatzrückgänge bei Weltläden und Aktionsgruppen seien durch verstärkte Verkäufe über den Lebensmittel- und Naturkosthandel sowie im Online-Shop ausgeglichen worden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. 2020 habe beim Großhandelsumsatz sogar ein kleines Plus von rund 0,5 Prozent auf 81,1 Millionen Euro gestanden. Für die Hälfte seiner Mitarbeiter hatte das Handelshaus zeitweise Kurzarbeit eingeführt. WUPPERTAL - Das auf fairen Handel spezialisierte, kirchennahe Handelshaus Gepa hat in der Corona-Krise seinen Umsatz gehalten. (Boerse, 11.05.2021 - 15:19) weiterlesen...

Bechtle wächst kräftig - warnt aber vor IT-Lieferproblemen. Vorstandschef Thomas Olemotz bleibt aber weiter vorsichtig, weil ihm die Lage rund um Teileknappheit und Pandemie undurchsichtig scheint. Umsatz und Ergebnis wuchsen in den ersten drei Monaten allerdings schneller als in der Jahresprognose veranschlagt. Vor allem im deutschen Markt läuft es rund, auch weil Behördenkunden wie etwa im Bildungssektor viel Geschäft bringen. An der Börse sorgten die Aussagen zum Ausblick für deutliche Verluste. NECKARSULM - Der IT-Dienstleister Bechtle kommt angesichts der Nachfrage nach IT-Systemen weiter gut durch die Krise. (Boerse, 11.05.2021 - 13:57) weiterlesen...

Handelsverband: Einkauf mit Termin bringt nur halb so viel Umsatz. Betroffene Händler machen nur halb so viel Umsatz wie gewohnt, wie eine Umfrage des Handelsverbands Deutschland ergab. Wenn Kunden zum Einkauf einen negativen Corona-Test mitbringen müssen, liegt demnach die Umsatzeinbuße bei 60 Prozent. BERLIN - Beim Einkaufen mit Termin tragen die Kunden längst nicht so viel Geld in die Läden wie in normalen Zeiten. (Boerse, 11.05.2021 - 12:19) weiterlesen...

Lockdown belastet Elektronikhändler Ceconomy. Der Umsatz sank im zweiten Quartal (per Ende März) von 4,6 Milliarden auf 4,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Bereinigt um Währungseffekte sowie Portfolioveränderungen lag das minus bei 5,7 Prozent. Der Online-Umsatz stieg hingegen erneut massiv und machte mit 2,1 Milliarden Euro nahezu die Hälfte des Konzernumsatzes aus. DÜSSELDORF - Der anhaltende Lockdown in Teilen Europas wie Deutschland und den Niederlanden belastet den Elektronikhändler Ceconomy weiter schwer. (Boerse, 11.05.2021 - 12:11) weiterlesen...