Haushalt, Steuern

LISSABON - Die Vereinten Nationen haben Unterstützung für einhundert Küsten- und Inselstaaten angekündigt, die extrem unter der Verschmutzung, der Überfischung und der Erwärmung der Weltmeere leiden.

28.06.2022 - 17:37:29

Ozeankonferenz: UN kündigt Hilfe für Küsten- und Inselstaaten an. Man werde diesen Ländern helfen, die jährlichen sozioökonomischen Verluste in Höhe von insgesamt rund einer Billion US-Dollar auszugleichen, die durch Missmanagement der Ozeane verursacht würden, teilte das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) am Dienstag auf der zweiten UN-Ozeankonferenz in Lissabon mit. Diese Verluste entsprechen fast dem Bruttoinlandsprodukt Spaniens.

Man werde die betroffenen Staaten, darunter alle sogenannten Kleinen Inselentwicklungsländer (SIDS), bis 2030 in die Lage versetzen, das maximale Potenzial ihrer blauen Wirtschaft durch nachhaltige, emissionsarme und klimaschonende Maßnahmen im Bereich der Ozeane auszuschöpfen, hieß es. Zur blauen Wirtschaft gehören alle Wirtschaftszweige, die direkt oder indirekt etwas mit dem Meer oder den Küsten zu tun haben.

Für das Unterstützungsprogramm "Ocean Promise" (Ozean-Versprechen) wolle man im Rahmen neuer Partnerschaften mit Unternehmen und der Zivilgesellschaften zunächst "Investitionen von mindestens einer Milliarde US-Dollar" (ca. 950 Millionen Euro) fördern, erklärte UNDP-Untergeneralsekretärin Usha Rao-Monari.

Knapp 30 Staats- und Regierungschefs, weitere Politiker sowie Wissenschaftler, Aktivisten und Vertreter von Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen diskutieren in Portugals Hauptstadt bis Freitag darüber, wie die Ressourcen der von Vermüllung, Überfischung, Klimawandel und Versauerung zunehmend bedrohten Weltmeere besser geschützt und möglichst nachhaltig genutzt werden können.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

USA: Senats-Mehrheit für Investitionen in Klimapaket. Vizepräsidentin Kamala Harris - die qua Amt auch dem Senat vorsteht - gab am Samstagabend (Ortszeit) die entscheidende Stimme für die einfache Mehrheit ab. Es handelte sich um eine verfahrenstechnische Abstimmung, damit das sogenannte Inflationsbekämpfungsgesetz in der Kongresskammer überhaupt erst zur Debatte kommt. Das Votum hat allerdings Symbolkraft, weil damit deutlich wurde, dass alle 50 Demokraten im Senat das Paket mittragen. WASHINGTON - Mit der knappen Mehrheit der US-Demokraten hat der Senat in Washington einen Gesetzesentwurf für massive Investitionen unter anderem in den Sozialbereich und den Klimaschutz beschlossen. (Wirtschaft, 07.08.2022 - 15:06) weiterlesen...

Industrie-Präsident Russwurm gegen 'Übergewinnsteuer'. "Ich tue mich schwer, "Übergewinn" zu definieren. Wo fängt er an, wo hört er auf?", sagte Russwurm der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Im Übrigen mag man sich nicht vorstellen, was für eine neue Bürokratie dann für die Feststellung notwendig würde." Gewinne würden zudem bereits hoch besteuert. BERLIN - Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Siegfried Russwurm, lehnt eine sogenannte Übergewinnsteuer ab. (Boerse, 07.08.2022 - 13:59) weiterlesen...

SPD-Chefin wirbt für Übergewinnsteuer - FDP-Generalsekretär warnt. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken erneuerte am Freitag im ARD-"Morgenmagazin" die Forderung nach einer solchen Übergewinnsteuer. Es gehe um Unternehmen, die ohne eigene Leistung und Innovation übermäßige Gewinne machten, "also eben aus der Krise Profit schöpfen". Diesen sollte der Staat abschöpfen, um Bürger und auch kleine Unternehmen zu entlasten. BERLIN - Die Einführung einer Sondersteuer auf hohe Zusatzgewinne von Energieunternehmen bleibt in der Koalition höchst umstritten. (Wirtschaft, 05.08.2022 - 19:42) weiterlesen...

Schumer rechnet mit Senats-Mehrheit für reduziertes Klimapaket. Er gehe davon aus, dass alle 50 Demokraten für das sogenannte Inflationsbekämpfungsgesetz stimmen und damit die benötigte Mehrheit liefern, sagte Schumer am Freitag in Washington. WASHINGTON - Im Streit um Investitionen für den Sozial- und Energiebereich in den USA haben sich die Demokraten im US-Senat nach Einschätzung von Fraktionschef Chuck Schumer auf ein Gesetzespaket geeinigt. (Wirtschaft, 05.08.2022 - 19:03) weiterlesen...

Grüne schlagen bundesweites 49-Euro-Ticket vor. Das geht aus einem Konzeptpapier von Parteichefin Ricarda Lang, Fraktionschefin Katharina Dröge und dem nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Oliver Krischer hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das zuerst das ARD-Hauptstadtstudio berichtete. BERLIN - In der Debatte um eine Nachfolge für das 9-Euro-Ticket schlagen Grünen-Politiker ein Regionalticket für 29 Euro und ein bundesweit gültiges Ticket für 49 Euro im Monat vor. (Wirtschaft, 05.08.2022 - 17:39) weiterlesen...

Noch eine Umlage: Die Gasspeicherumlage. Doch daneben gibt es auch die Gasspeicherumlage. Mit dieser kämen noch weitere Belastungen auf Verbraucher zu, warnt der stellvertretende Chef der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU). BERLIN - Die vom Bundeskabinett beschlossene Gasumlage zur Entlastung von Gasimporteuren sorgt für rege Diskussionen. (Wirtschaft, 05.08.2022 - 16:38) weiterlesen...