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HELLA KGaA Hueck & Co, DE000A13SX22

LIPPSTADT - Der Licht- und Elektronikspezialist Hella hat auch im ersten Quartal seines neuen GeschÀftsjahrs 2020 / 2021 unter den Folgen der Corona-Krise gelitten.

24.09.2020 - 09:20:01

Autozulieferer Hella bekommt Corona-Folgen weiter zu spĂŒren. WĂ€hrend der Umsatz im Zeitraum Juni bis Ende August im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro absackte, brach das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) um rund die HĂ€lfte auf 56 Millionen Euro ein, wie der MDax -Konzern am Donnerstag im nordrhein-westfĂ€lischen Lippstadt mitteilte. Damit lag der Autozulieferer beim Umsatz etwas unter den Erwartungen der Analysten, beim bereinigtem operativen Ergebnis schnitt Hella dagegen etwas besser ab.

Zum Jahresauftakt sackte der Umsatz beim MDax-Konzern im Zeitraum Juni bis Ende August im Vergleich zum Vorjahr allerdings um 12 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro ab und das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) brach sogar um rund die HĂ€lfte auf 56 Millionen Euro ein. Damit lag der Autozulieferer beim Umsatz etwas unter den Erwartungen der Analysten, beim bereinigten operativen Ergebnis schnitt Hella dagegen etwas besser ab.

Kurz nach Handelsbeginn lag die Hella-Aktie am Morgen rund 2,6 Prozent im Minus. Im laufenden Jahr haben die Titel rund 16 Prozent an Wert eingebĂŒĂŸt. Auf lĂ€ngere Sicht sieht es mit einem Minus von ĂŒber einem FĂŒnftel in den zurĂŒckliegenden drei Jahren noch schlechter aus.

Unter dem Strich stand wegen hoher RĂŒckstellungen fĂŒr Umbaumaßnahmen in Deutschland ein Verlust von 87 Millionen Euro zu Buche. Ein Jahr zuvor hatte Hella im ersten GeschĂ€ftsquartal noch einen Überschuss von 77 Millionen Euro erwirtschaftet.

Doch bereits im zurĂŒckliegenden gesamten GeschĂ€ftsjahr 2019/2020 war Hella wegen hoher Abschreibungen infolge der Pandemie und der anhaltenden MarktschwĂ€che tief in die roten Zahlen gerutscht. Schon vor der Corona-Krise hatte Hella die Auswirkungen der mauen Autokonjunktur gespĂŒrt, nun kommen auch noch Belastungen durch die Pandemie hinzu.

"Das Umfeld ist fĂŒr die gesamte Automobilindustrie nach wie vor sehr herausfordernd", verdeutlichte Konzernchef Breidenbach. Die globale Fahrzeugproduktion sei in den ersten drei Monaten des neuen GeschĂ€ftsjahres weiter zurĂŒckgegangen, jedoch nicht so deutlich wie zunĂ€chst angenommen, sagte der Manager.

Hella verwies darauf, dass die geringere Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen den Umsatz im Automotive-GeschĂ€ft zwar beeintrĂ€chtigt habe. Allerdings habe sich das GeschĂ€ft vor allem in Europa und Amerika besser entwickelt als der Markt und sich im Vergleich zum vierten Quartal des zurĂŒckliegenden GeschĂ€ftsjahres wieder deutlich erholt, hieß es.

Seine Prognose fĂŒr das seit Juni laufende neue GeschĂ€ftsjahr bestĂ€tigte der Autozulieferer derweil. Demnach erwartet das Unternehmen weiterhin einen wĂ€hrungs- und portfoliobereinigten Konzernumsatz von rund 5,6 bis 6,1 Milliarden Euro, die bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) soll rund 4,0 bis 6,0 Prozent betragen.

Breidenbach verbreitete zwar Zuversicht mit Blick auf das aktuelle GeschÀftsjahr, doch unterstrich er auch die anhaltenden UnwÀgbarkeiten durch die Viruskrise: "Angesichts der weiterhin unabsehbaren Folgen der weltweiten Covid-19-Pandemie bestehen aber nach wie vor hohe Marktunsicherheiten, die Auswirkungen auf unseren GeschÀftsverlauf haben können" Deshalb bleibe Hella bis auf Weiteres bei der genannten Prognosebandbreite.

Aus Sicht von Analyst Sascha Gommel vom Analysehaus Jefferies erscheinen die Jahresziele angesichts der Signale des Managements hingegen zunehmend konservativ. Auch Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan sieht weiter Spielraum fĂŒr die Jahresziele und sprach von einem soliden Start des Autozulieferers ins neue GeschĂ€ftsjahr.

Hella ist vor allem fĂŒr seine Scheinwerfer bekannt. Produkte der LippstĂ€dter sind in vielen Wagen verbaut. Die Autoindustrie setzt aber nicht nur in großem Stil auf die Scheinwerfer, sondern etwa auch auf Heckleuchten, Innenraum-Lampen, Kamerasoftware und Radarsensoren des Konzerns.

@ dpa.de